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Mrz 03 2011

TSV Seminar: Aufsichtspflicht und Kindeswohl

26.03.2011 von 9.30 bis 16.30 Uhr
Jugendraum im TSV Vereinsheim

Thema: Grundlagen der Aufsichtspflicht und Kindeswohlgefährdung sowie Grenzüberschreitungen im Zusammenhang mit sexueller Gewalt
Referent Alexander Marks vom Landessportbund Hessen

Wie verhalte ich mich als Übungsleiter/in oder Betreuer/in von Kindern und Jugendlichen im Spannungsfeld zwischen pädagogischen und rechtlichen Anforderungen?

Wir wollen uns die wichtigsten rechtlichen Grundlagen zur Aufsichtspflicht und zum Ju­gendschutz aneignen, sie mit unseren persönlichen Erfahrungen abgleichen und so Hand­lungssicherheit für unseren sportpraktischen Alltag gewinnen. Die Seminarteilnehmer wer­den auch für das Thema „Kindeswohlgefährdung und sexuelle Gewalt“ sensibilisiert und erhalten Hinweise für ihre Arbeit im Sportverein. Ergänzend werden Kerninformationen zur Sportversicherung vermittelt.

Diese Fortbildung ist ein Muss für alle, die im Sportverein Gruppen betreuen und noch kei­ne ÜL- oder Trainer-Lizenz besitzen. Sie ist ein idealer Einstieg für Helfer/innen, die Grund­lagen zu diesem fundamentalen Thema brauchen oder eine Auffrischung für alle Übungs­leiter/innen, bei denen die Ausbildung schon etwas länger zurückliegt.

Zur Verlängerung der ÜL-, JL-, VM-Lizenz im Umfang von 8 Lerneinheiten anerkannt.

Pro Teilnehmer erheben wir einen Kostenbeitrag für den Referenten von 5 €

Anmeldung (gerne auch per Mail) unter Angabe von Name, Telefonnummer, eMailadresse und Abteilung bitte an Bernd Lützkendorf, Otto Beck Str. 27, 64625 Bensheim, bernd.luetzkendorf at zuerich.de,  Tel. 06251-983607.
Bernd Lützkendorf steht ebenfalls für Fragen gerne zur Verfügung.

Ablaufplan, Anmeldeformular und Ehrenkodex

Gewalt im Verein. Betrifft mich das ?

Seit Mitte 2010 zeichnen sich Maike Brückmann und Bernd Lützkendorf für das Thema „Gewalt im Verein“ verantwortlich.

Es geht um sexuelle, körperliche und auch verbale Gewalt. Jetzt gab es schon Stimmen wie: „sexuelle Gewalt – das betrifft mich nicht“.

Das zeigt, dass dieses Thema noch nicht von allen ganz verstanden wurde.

Deshalb hier einige Ausführungen:

Es geht hier nicht darum, mit Argusaugen jeden Übungsleiter zu beobachten und nach Dingen zu suchen, die gar nicht da sind. Zur Zeit gibt es überhaupt keinen Grund zu Annahme, dass  irgendein Übungsleiter sexuelle Neigungen gegenüber Kindern oder Jugendlichen hat.

Ausschließen kann man das für die Zukunft aber nicht. Und deshalb wollen wir allen Übungsleitern und Betreuern die nötigen Informationen geben, die erforderlich sind, um einen möglichen Missbrauchsfall vielleicht schon vorzeitig zu erkennen um dann richtig zu handeln.

Aber auch der Schutz des Übungsleiters selbst ist wichtig. Es muss z.B. gewährleistet sein, dass es in brisanten Bereichen klare Absprachen gibt. Dass ein Trainer in der Umkleide-und Duschphase nichts in der Kabine einer Mädchenmannschaft zu suchen hat. Oder dass zwischen einem Turntrainer und einer Turnerin abgesprochen ist wie damit umgegangen wird wenn der Trainer bei einer Hilfestellung versehentlich irgendwo hinfasst, wo die Hand eigentlich nichts zu suchen hat. Vieles ist vielleicht auch schon geklärt, manches vielleicht auch nicht.

In unserem Seminar am 26.3.11 wollen wir auch das Thema Aufsichtspflicht behandeln. Hier scheint es in der Vergangenheit schon zu Beschwerden von Eltern gekommen zu sein. Also auch ein wichtiges Thema.

Wir wollen die Übungsleiter in Zukunft nicht ständig mit Informationen zumüllen. Wir werden uns aber ab und zu mit einem Mail-Newsletter melden. Dies soll auch ein Zeichen sein, dass das Thema im Verein gelebt wird. Potentielle Täter wird das vielleicht abschrecken. Vielleicht ?

Es steht jedem natürlich frei, den Newsletter abzubestellen. Ein kurzes Mail an Bernd Lützkendorf genügt.

In einer gemeinsamen Sitzung hat der Vorstand, das Präsidium und der Ältestenrat 2010 beschlossen, dass alle Übungsleiter einen Ehrenkodex unterschreiben müssen.

Der Ehrenkodex als download erhältlich. Wer diesen noch nicht unterschrieben hat möchte dies bitte noch tun und in der Geschäftsstelle in den Briefkasten werfen.