Meckernde Zuschauer, Trainer und Spieler sind der Hauptgrund dafür, dass
vor allem junge Schiedsrichter nach recht kurzer Zeit wieder aufhören.
Die HSG sagt hierzu eindeutig: Schluss mit dem Rumgemeckere!
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Auch der US-Präsident macht Fehler
(siehe Buch) |
Schiedsrichter sind auch nur Menschen - und Menschen sind am Anfang immer Unerfahren,
lernen dazu und machen auch bis ins hohe Alter Fehler.
Kein Trainer ist unfehlbar, kein Spieler hat eine Trefferquote von 100% oder
verteidigt fehlerfrei. Auch eklatante Fehler von Spielern verzeiht das Publikum
oder nimmt es vielleicht mit einem kurzen Raunen hin. Anders bei Fehlern von
Schiedsrichtern. Von Schiedsrichtern wird aber immer höchste Form und absolute
Fehlerfreiheit erwartet. Das geht aber nicht: Nobody is perfect (siehe Foto)!
Handball-Schiedsrichter gehören zu den mit am meisten Beanspruchten im
Schiedsrichterwesen. Dies ist auf die verhältnismäßig häufig
benötigten Entscheidungsfindungen in dieser Sportart zurückzuführen
(nach diversen Studien bis zu 10 mal mehr Entscheidungen in einem Spiel als
z. B. beim Fußball).
Ohne
meckernde Zuschauer, Trainer oder Spieler können Spiele stattfinden - ohne
Schiedsrichter aber nicht.
Aus diesem Grund werden wir in der kommenden Saison auf Trainer, Zuschauer,
Eltern und Spieler eingehen und diese anhalten, Schiedsrichter respektvoll zu
behandeln.
Uns ist hierbei egal, ob es sich um einen Bundesliga- oder Minitrainer handelt!
Alle haben eine Vorbildfunktion und in dieser erwarten wir, dass Schiedsrichter
nicht bekämpft, sondern unterstützt werden. Von den Trainer verlangen
wir dabei nicht nur ein passives "Ich-beiss-mir-auf-die-Zunge"-Verhalten,
sondern eine aktive Vorgehensweise: Meckerer - seien es andere Trainer, Spieler,
Zuschauer, Eltern - sind zur Rede zu stellen. Der Vorstand der HSG wird hier
aktive Unterstützung zu geben. Wir lassen uns diesen schönen Sport
nicht durch Meckerer kaputtmachen, denn ohne Schiedsrichter keine Handballspiele!
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| Spielausschluss für Meckerer! (www.handballschiri.com) |
Die Auswirkungen von Schiedsrichterbeschimpfungen besonders im Jugendbereich sind katastrophal:
Merke: Schiedsrichter sind Sportskameraden!
Wir fordern fremde Schiedsrichter ausdrücklich dazu auf, gegen meckernde
HSG-Trainer oder -Spieler im Rahmen der ihnen zu Verfügung stehenden Möglichkeiten
vorzugehen.
Unser Ziel ist es, in der Zusammenarbeit mit Schiedsrichtern im Bezirk Darmstadt
eine Vorreiterrolle zu spielen, damit sich auch andere Vereine dieser Initiative
anschliessen. Andere Vereine haben daher ausdrücklich die Erlaubnis, auf
diese Initiative zu verlinken oder sonstwie hinzuweisen.
Solange die Spielleiter von den Trainern, Spielern und Zuschauern nicht besser
akzeptiert werden, solange werden wir uns über den Schiedsrichtermangel
beklagen. So einfach ist das!
Folgen des Schiedsrichtermangels sind
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| Schiedsrichter sind nicht nur bei der HSG sehr begehrt |
Glücklicherweise gibt es dennoch genügend Sportskameraden, die sich an Wochenenden das Gemeckere in fremden Hallen antun. Das hat nichts mit Masochismus zu tun, sondern es macht auch Spaß Schiri zu sein:
Schiedsrichter können auch einigen Spaß vertragen und machen über sich selbst oft genügend Witze. Eine kleine Auswahl:
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| Leider ist kein Nörgler so amüsant wie Stadler & Waldorf |
Kein Schiedsrichter hat ein Problem mit sachlich konstruktiver Kritik. Im Gegenteil:
jeder Schiedsrichter möchte seine Leistungen, wie jeder Spieler auch, ständig
verbessern. Konstruktive Kritik ist dabei wesentlich hilfreicher als lautes
unsachliches Gemeckere oder stilles Kopfschütteln. Jede Kritik deshalb
nach dem Spiel oder wenn dringender Handlungsbedarf besteht, in einer Auszeit
oder Pause vom Trainer in ruhigem sachlichem Ton vorbringen.
Tipp: Auch bei einer katastrophalen Schiedsrichterleistung - Schiedsrichter
sind nun mal auch nur Menschen und können deshalb einen schlechten Tag
erwischen – zuerst mit einem Lob beginnen. Irgendetwas Positives zur Einleitung
des Gespräches findet sich immer.
Besonders wichtig: Gute Schiedsrichterleistungen dem/den Schiedsrichter/n auch mitteilen. Das ist immer noch am überzeugendsten, wenn die eigene Mannschaft verloren hat.
Es ist eine faire Geste den Schiedsrichtern nach dem Spiel die Hand zu reichen und ihnen für ihre Arbeit zu danken.
Schade, dass viele gute Schiedsrichterleistungen nur darin eine Würdigung
finden, dass sie im Spielbericht der Lokalzeitungen nicht erwähnt
werden.
Alle Schiedsrichter sind in ihrer Entscheidungsfindung neutral und bevorzugen per se keine der beiden Mannschaften. Es gibt sogar Laienschiedsrichter die bei den unteren Jugendmannschaften E- und D-Jugend in Grenzsituationen bewusst gegen die eigene Mannschaft entscheiden, um auf keinen Fall als parteiisch für die Gastmannschaft zu wirken.
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| Eine Fehlentscheidung auf höchstem Niveau: Das "Wembleytor" im WM-Finale von 1966 |
Warum sieht es für viele Zuschauer dennoch oft so aus, dass "ihre" Mannschaft benachteiligt wird?
Der einfachste Grund ist natürlich die rosarote Brille der Fans, durch die jede Objektivität verloren geht und jede Entscheidung gegen "meine" Mannschaft eine Benachteiligung ist. Beim Handballsport ist durch ein meist recht fachkundiges Publikum eine, prozentual gerechnet, recht hohe Objektivität gegeben. Nur leider ist es so, dass Pfiffe und dumme Äußerungen einer lautstarken Minderheit die eher schweigende Masse übertönen. Anders ausgedrückt: Ein einzelner lautstark artikulierender Fan kann einen guten pfeifenden Schiedsrichter schnell verunsichern.
Ein weiterer Grund liegt oft in der völlig unterschiedlichen Spielanlage
zweier Mannschaften. Taktisch gleich spielende Mannschaften sind viel leichter
gleich zu behandeln. Weicht eine Mannschaft deutlich von der anderen ab, so
entstehen Asymmetrien, die sich auch im Schiedsverhalten der Unparteiischen
äußern müssen. Gerade im Jugendbereich ist dies zu beobachten.
Ein Beispiel: Mannschaft A erzielt durch die Körpergröße bedingt
die meisten Tore aus dem Rückraum. Mannschaft B hingegen ist, durch den
körperlichen Nachteil, mehr auf das Spiel 1 gegen 1 und Durchbrüche
an den Kreis angewiesen. Bei Mannschaft B ist die Wahrscheinlichkeit für
technische Fehler, Offensivfouls, aber auch für erteilte Strafwürfe
deutlich höher. Oft sind dies Entscheidungen im Grenzbereich, die dann
verstärkt nur bei einer Mannschaft auftreten. Für die Zuschauer erscheinen
diese Asymmetrien als Benachteiligung der einen oder anderen Mannschaft.
Schiedsrichterordnung des HHV sagt dazu in § 1, Absatz 5:
Voraussetzung für die Anerkennung und den Einsatz als Schiedsrichter ist
a) die Mitgliedschaft in einem dem Landesverband angehörigen Verein,
b) der erfolgreiche Abschluss der Ausbildung,
c) die charakterliche und körperliche Eignung,
d) die Vollendung des 18. Lebensjahres für aktive Mannschaften,
e) die Vollendung des 16. Lebensjahres für Jugendmannschaften.
Wir möchten sehr gerne interessierte Handballspieler/-spielerinnen, aber auch Eltern und Fans zum Handball-Schiedsrichter ausbilden. Wer Interesse hat, nimmt bitte Kontakt zu uns auf. Wir sorgen für Ausbildung und Ausstattung. Man braucht wirklich keine Angst vor einer solchen Aufgabe zu haben. Der Anfang zum Leiten eines Spiels wird in aller Regel in den Jugendklassen gemacht. Die "Kleinsten" sind froh, wenn sie über den Schiedsrichter das Regelwerk spielerisch kennen lernen. Auch Wiedereinsteiger können bei uns jederzeit gerne wieder anfangen zu pfeifen.
Wir versuchen im besonderen Maße junge Leute an die entsprechenden Aufgaben
heranzuführen. Das geschieht in vielfältiger Weise. Zu den Maßnahmen
gehören u.a. Lehrgänge, Einzelgespräche, sowie eine allgemeine
Unterstützung. Uns ist es wichtig, dass wir alle eine fruchtbare Vereinsarbeit
leisten können, ganz im Sinne der Kinder und Jugendlichen.
Wenn Zuschauer oder Trainer Bedenken gegen junge unerfahrene Schiedsrichter
haben, so sehen wir unsere Aufgabe darin, diese beiseite zu schieben.
"Es ist schwieriger ein Vorurteil als ein Atom zu zerstören" (Albert Einstein)
Die müssen jedes Wochenende irgendwo pfeifen!
Nein, jeder Schiedsrichter kann seine Wochenenden im Voraus planen. Dazu gibt es entsprechende Listen, in die man sich einträgt.
Schiedsrichter können selber nicht Handball spielen!
Falsch, die meisten Handballschiedsrichter sind oder waren selbst aktive Spieler. Viele sind nach Beendigung der aktiven Laufbahn als Schiedsrichter dem Handballsport treu geblieben.
Im Internet gibt es eine Reihe von Regeltests, an Hand derer man sein Wissen über Handballregeln überprüfen bzw. trainieren kann.
Beispiel:
Zu empfehlen sind die Seiten:
© 2006 by HSG Bensheim/Auerbach Last Update: 16 Sep 2006 06:56:17 GMT