Einbruch nach 40 Minuten – 21:26 (12:8)

Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit konnte der SV Allensbach heute einen 8:12-Pausenrückstand aufholen und in einen am Ende ungefährdeten 26:21-Sieg verwandeln. Mit dem vierten Sieg der Saison verbesserte sich der Gastgeber mit nun 8:4 Punkten bereits auf den sechsten Platz der Tabelle, die Gäste aus Bensheim hingegen fielen nach der vierten Saisonniederlage auf den zehnten Platz zurück.

 

450 Zuschauer sahen zu Beginn einen gut disponierten Gastgeber, der schnell 2:0, dann 3:1 in Führung ging. Das war es aber auch schon mit der Herrlichkeit - zumindest für die kommenden 35 Spielminuten. Die Gäste von der Bergstraße übernahmen nämlich das Kommando im Allensbacher Sportzentrum. Unter der Regie von Caroline Brüllmann und Andrea Panke profitierten die Gäste allerdings auch von einer schwachen SVA-Mannschaft, die in der ersten Halbzeit nahezu alles schuldig blieb, was sie eigentlich auszeichnet.

Kontinuierlich verstanden es die Gäste nach dem 4:4 - Zwischenstand einen Vorsprung herauszuspielen, der ständig anwuchs. Einzig Sabine Schill im Allensbacher Tor verhinderte ein Desaster für die SVA-Hühner. Der Halbzeitstand von 8:12 war dem Spielverlauf entsprechend und demzufolge auch gerecht, so dass in der Pause die Zuschauer berechtigte Zweifel hatten, ob dieser Rückstand für Allensbach aufholbar sein würde.

Auch zu Beginn der 2. Halbzeit sah es zunächst nicht nach einer Trendwende aus. Bensheim/Auerbach stand in der Abwehr stabil und erzielte im Angriff schön herausgespielte Tore, während sich Allensbach weiterhin schwer tat, in einen richtigen Spielfluss zu gelangen. Zwar konnte Allensbach den 4-Tore-Halbzeitrückstand kurzfristig auf zwei Tore verringern, doch dann zogen die Gäste wieder davon und warfen ihrerseits einen 5-Tore-Vorsprung.

Plötzlich geschah es: Eine gute Viertelstunde vor Spielschluß legte Allensbach den Hebel um, was nicht alleine den großartigen Paraden von Sabine Schill zu verdanken war, wenngleich diese motivierend auf die Mannschaft wirkten, sondern weil die Gäste angesichts eines sicher geglaubten Sieges leichtfertig wurden. Bensheim deckte plötzlich offensiv, was dem SVA-Spiel bekanntlich sehr zu Gute kommt, und die Angriffe der Gäste wurden ohne jede Dynamik vorgetragen. Gegen müde werdende Gäste wurde zudem nun auch ein konditioneller Vorteil der Allensbacher offenbar.

Aber auch das Allensbacher Spiel selbst wurde von Minute zu Minute besser. Lena Landenberger übernahm zusammen mit den Wohlbold-Schwestern die Initiative im Angriff, Miri Michl stand in der Abwehr wie ein Bollwerk, Bianca Boldt gelanden von Außen 3 wunderschöne Tore und Sonja Pannach flog geradezu über den Platz. Hinzu kam ein begeistert mitgehendes Allensbacher Publikum, das nun auch viel Grund zu Jubeln hatte.

Während die Kräfte der Gäste von Minute zu Minute nachliessen und sich Resignation breit machte, spielte sich Allensbach in einen "kleinen Spielrausch", wie auch Gästetrainer Gerhard Steck nach der Partie feststellte.

 

SV Allensbach
Schill, Müller
Schöller, Michl 3, Lauterbach, Pannach 4, Boldt 3, Rebholz, Harter 1, Wohlbold, K. 3, Epple, J., Epple, A. 3/2, Wohlbold, N. 5/3, Landenberger 4

 

HSG Bensheim/Auerbach
Mildenberger, Pauly
Marcantonio 1, Miszczyi 3, Nagel 4/2, Semmler 4, Gottschalk 1, Sagir, Eichler, Pietsch, Brüllmann 4/3, Panke 4

 

Zuschauer

450

Schiedsrichter

Marcus Altmann / Marco Wallenfels (Ludwigshafen/Ottenheim)

 

Quelle: hbvf.de

Autor: Christoph Günther, SV Allensbach