Körperloses Abwehrspiel

Vorbericht: Etwas für das Torekonto tun
Ein Blick auf die Tabelle zeigt auf, woran es bei der HSG Bensheim/Auerbach krankt: Mit 565 Toren weisen die Zweitliga-Frauen den zweitschwächsten Angriff auf. Diese enttäuschende Trefferquote soll nun etwas aufpoliert werden, denn bei der TSG Leihgestern (Samstag, 20 Uhr) gilt der Tabellenelfte als klarer Favorit. Der Tabellenvorletzte kämpft derweil um seine letzte Chance, den Klassenerhalt vielleicht doch noch zu schaffen.

„In Leihgestern müssten wir eigentlich gewinnen können, wenngleich die TSG über einen starken Rückraum verfügt. Unser Selbstbewusstsein muss auch nach der jüngsten klaren 23:33-Niederlage gegen die TSG Ketsch groß genug sein, diesen Gegner zu bezwingen“, umschreibt HSG-Trainer Gerhard Steck die Ausgangsposition.

Die HSG wird wieder ohne ihre Goalgetterin Edin Rott auskommen müssen, die zwar gegen Ketsch ihr Comeback feierte, in dieser Runde aber auswärts nicht zur Disposition stehen dürfte. Derweil ist wohl Melani Marcantonio wieder dabei.

 

Quelle: Echo-Online

 

HSG lässt bei 25:29-Pleite Einsatz vermissen
Die Luft scheint raus bei den Zweitliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach. Anders ist die blamable 25:29 (11:16)-Niederlage beim Tabellenvorletzten TSG Leihgestern kaum zu erklären. „Man hat den Eindruck, dass einige Spielerinnen, nachdem der Klassenerhalt sicher ist, den letzten Biss vermissen lassen“, haderte Trainer Gerhard Steck: „Aber die Pleite war verdient. Leihgestern war einfach besser besetzt als wir.“

Bensheim/Auerbach musste auf Edina Rott verzichten, die „in dieser Saison auch nicht mehr spielen wird“, so Gerhard Steck. „Sie würde sich damit keinen Gefallen tun.“ Melani Marcantonio spielte zwar, aber ihr war deutlich anzumerken, dass sie nach ihrer Verletzungspause noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte ist. Und schon in der zweiten Minute wurde Spielführerin Caroline Brüllmann dermaßen hart angegangen, dass sie mit Rückenbeschwerden in der Folgezeit immer wieder kurz aus dem Spiel genommen werden musste.

„Leihgestern hat robust und teils hart gespielt, und wir haben nicht dagegen gehalten“, sah Steck mit an, wie seine Mannschaft sich beinahe kampflos ergab. „Ich mache dem Team keinen Vorwurf. Es hat mit dem Klassenerhalt das Ziel erreicht. Da aber immerhin sieben Spielerinnen schon ihren Abschied angekündigt haben, fehlt der letzte Einsatz. Das kann man nicht abstellen. Auch wenn sie wollen, wird immer der bevorstehende Abschied im Hinterkopf sein. Das ist eine Art Blockade“, suchte der HSG-Trainer nach Gründen für die teilweise „körperlose Abwehrarbeit“.

Über 3:1 und 6:3 setzte sich Leihgestern bis auf 10:6 (19.) ab, ehe die HSG etwas besser zurecht kam und auf 9:11 verkürzte. Das war’s dann aber auch schon.

 

Für die HSG spielten:

Barbara Mildenberger, Ursula Pauly (Tor); Steffi Pietsch (1), Anna Miszczyj (4), Carolin Brüllmann (5/2), Nicole Schwarz, Susanne Eichler, Deniz Sagir, Marita Bauer (4), Ina Gottschalk (6), Melani Marcantonio, Isabell Nagel (5/3).

 

Quelle: Echo-Online