Aufholjagd wird leider nicht belohnt

Knappe Niederlage im Derby gegen Ketsch

Zu Beginn des Spiels wurde Marita Bauer mit einem Blumenstrauß und einer Flasche Wein von Reinhardt Bender verabschiedet. Es war ihr letztes Spiel für die HSG. Zu Saisonbeginn feierte sie ihr 3. Comeback - im Hinspiel gegen Ketsch - und unterstütze die zu diesem Zeitpunkt an Personalmangel leidende HSG tatkräftig.

 
Marita Bauer bei ihrem letzten (?) Tor für die HSG   Mara Friton beim Torwurf

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Die ersten Minuten verliefen für die HSG recht vielversprechend. Den Bärinnen aus Ketsch konnte man eine gewisse Nervosität anmerken, so dass der Gastgeber mit 3:2 in Führung ging. Durch eine unglückliche Verletzung von Melani Marcantonio bekam das Spiel der HSG einen leichten Knacks. Die Gäste zogen bis zur Halbzeit auf 13:17 davon.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit konnte die TSG den Vorsprung gar auf 7 Tore ausbauen. Alles sah nach einem klaren Sieg für den Tabellendritten aus Baden aus. Doch die HSG kämpfte sich in den letzen 15 Minuten Tor für Tor wieder heran, unterstützt durch eine in dieser Phase ausgezeichnet haltenden Barbara Mildenberger. Doch der Endspurt kam etwas zu spät. Mit 30:31 gingen beide Punkte an die Gäste aus Ketsch.

 

Letztlich gewann die schnellere und spritziger agierende Mannschaft. Gut die Hälfte der Ketscher Tore fielen in der 1. oder 2. Welle. Bei der HSG waren außergewöhnlich viele Anspiel- und Fangfehler im Angriff zu notieren.

 

Zwei Premieren gab es an diesem Spieltag: Erstmals stand Susanne Schulz ab der 15. bis ca. 40. Spielminute für die HSG zwischen den Pfosten. Die 17 jährige Sandra Lehmann ersetzte ab der 4. Spielminute die verletzte Melani Marcantonio. Das auf Rückraumlinks spielende, ebenfalls von der TSG Münster gekommene Talent hatte denn auch mit 3 Toren einen guten Einstand.

 

Ein Statement zum Tempospiel der TSG von einer HSG Spielerin:

"Wir haben versucht die 1. und 2. Welle durch schnellles Zurücklaufen zu unterbinden. Das machste drei-, viermal und dann bist du platt. Die Ketscher konnten ständig wechseln."

 

Es spielten für die HSG

Barbara Mildenberger und Susanne Schulz (im Tor), Edina Rott 12/4, Isabell Nagel 7/1, Sandra Kleinjung 3, Katja Lehmann 2, Ina Knobloch 2, Melani Marcantonio 1, Mara Friton 1, Claudia Schückler 1, Marita Bauer 1, Stephanie Pietsch n.e., Deniz Sagir n.e..

 

Für die TSG

Nicole Mahr und Ilka Arndt (im Tor), Stipanka Ivandic 7/1, Svenja Huber 5, Krisztina Konrad 4, Franziska Garcia Almendaris 4, Jeanette Ulrich 4, Sandra Senk 3, Astrid Wörner 2, Stefanie Trunk 1, Brunnhilde Merkel 1, Simone Kuhn, Natalie Augsburg

 

Pressekonferenz

Statement Karin Euler

Wenig zufrieden zeigte sich Karin Euler mit der Endphase des Spiels, das ihre Mannschaft ungewollt sehr spannend gestaltete.

 

Statement Thorsten Schmid

"Wir haben uns vor dem Spiel 3 Dinge vorgenommen:

- maximal schnell in die Abwehr zurück zu laufen

- in derAbwehr kompakt zu stehen

- im Angriff ruhig aufbauen und die Chancen zu suchen.

zwei dieser Dinge wurden erfüllt, nur in der Rückwärtsbewegung ein Tick zu spät. So dass das Ketscher Gegenstoßspiel nicht unterbunden werden konnte."

"Die Mannschaft hat hervoragend gekämpft und Moral gezeigt."

 

Audiomitschnitt der Pressekonferenz, mp3-Format, 4 min 32 s, 532 KByte