Vom Fels in der Abwehr zum Matchwinner im Angriff
Die HSG war vor dem Spiel gewarnt: Der vermeintlich schwache Tabellenvorletzte
aus dem Schwäbischen bezwang am letzten Spieltag den Tabellendritten,
den Thüringer HC, zu Hause mit 30:28. Doch an diesem Abend sollte es
nur eine große Überraschung geben: Zu ungewohnt später Stunde,
dann auch noch an einem Wochentag mit Champions League, fanden überraschend
viele Zuschauer den Weg in die Weststadthalle.
In der ersten Halbzeit hielten die Waiblinger, in einem stark von vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten geprägten Spiel, gut mit den Gastgeberinnen mit. Nur einmal konnte sich die HSG, mit dem 10:7 durch Melani Marcantonios Tor in der 22. Spielminute, etwas deutlicher vom Gegner absetzen. Eine Vielzahl von Fehlwürfen am gegnerischen Tor, in dem zudem mit Eva Giron-Timmler die beste Spielerin der Gäste stand, verhinderte einen Ausbau der Führung durch die HSG. Mit 12:11 ging es in die Kabine.
In der zweiten Hälfte kam die HSG mit zunehmender Spieldauer im besser
mit dem Gegner zurecht. Aus einer dicht stehenden Deckung heraus konnte der
zunehmend harmloser wirkende Angriff der Gäste gut unter Kontrolle gebracht
werden. Kontinuierlich baute die HSG die Führung aus uns und zeigte vor
allem in den letzten 20 Spielminuten wieder etwas von ihrem Leistungsvermögen
und attraktiveren Handball. Im Angriff lief indes Ina
Knobloch (im Bild)
an diesem Abend zur Hochform auf. Mit fünf Toren in der zweiten Halbzeit, wurde die sonst eher als "Fels in der Abwehr" bekannte Spielerin, zum Garanten für den letztlich doch recht deutlichen und in dieser Höhe auch verdienten 29:20 Sieg der HSG.
Für die HSG spielten: Barbara Mildenberger und Susanne Schulz im Tor, Ina Knobloch 7, Isabell Nagel 6/2, Katja Lehmann 5, Melani Marcantonio 5, Edina Rott 4/1, Marita Bauer 1, Claudia Schückler 1, Mara Friton, Deniz Sagir, Stephanie Pietsch, Lena Belting
Zeitstrafen: HSG 2 min Isabell Nagel, 2 min Mara Friton, VfL Waiblingen 2x2min