Dritter Sieg in Folge

Beim 39:28-Erfolg bei der TSG Ober-Eschbach feierte Ina Knobloch ihr Comeback in der 2. Bundesliga.

„Die Tabellenführung beflügelt meine Mannschaft ohne Zweifel, und diese Situation schweißt sie enorm zusammen – das ist schon ein toller Haufen" freut sich Trainer Gerhard Steck.

Ina Knobloch (Archivfoto: Lutz Igiel)
Wiederholt zeigte auch Melani Marcantonio eine Top-Leistung (trotz Muskelverletzung) und steuerte acht Treffer bei.In den letzten 15 Minuten stand die junge Lena Belting für Barbara Mildenberger im Tor. Mara Friton zog sich eine Leistenverletzung zu – Trainer Steck hofft, dass das Talent zum nächsten Punktspiel am 9. Oktober wieder fit ist.


Aus Ober-Eschbacher Sicht

Am zweiten Spieltag der 2. Bundesliga-Süd kassierten die Frauen der TSG Ober-Eschbach eine deftige Heimschlappe im Hessenderby gegen die HSG Bensheim/Auerbach. Die Bad Homburger Vorstädterinnen verloren nach einer fairen Partie am Ende deutlich mit 29:38 (13:15) gegen einen Gegner, der das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute dominiert hat. Bensheim/Auerbach bleibt daher nach drei Siegen weiterhin Tabellenführer, während Ober-Eschbach nach zwei deutlichen Niederlagen die rote Laterne behält.

 

Die Gäste von der Bergstraße erwischten gleich den besseren Start und gingen in Führung. Diese Führung sollten sie das ganze Spiel nicht mehr abgeben. Ober-Eschbach war mit dem Ziel angetreten, die deutliche Niederlage gegen Erfurt in der Vorwoche vergessen zu lassen und leistungsmäßig an die in Thüringen gezeigte erste Halbzeit anzuknüpfen. Dies gelang im gesamten Spiel nicht. Die Abwehr war nicht stabil genug, der Angriff war zu einfalls- und bewegungslos und die wenigen guten Torchancen, die man sich herausspielte, wurden noch vergeben. Auerbach spielte druckvoller und schneller und konnte so immer wieder Lücken in die gegnerische Abwehr reißen und frei zum Torschuß kommen. Der Eschbacher Trainer Gabriel Marian stellte die Abwehr dann auf eine 5:1-Variante mit der vorgezogenen Katja Wittmann um. Diese taktische Veränderung erfüllte zunächst seinen Zweck und seine Mannschaft konnte in der 22. Minute den Rückstand sogar bis auf ein Tor verkürzen. Doch die Chancen zum Ausgleich wurden vergeben, Auerbach fing sich wieder, schaltete besser von Abwehr auf Angriff um und nutzte dies, um den Vorsprung bis zur Halbzeit zumindest wieder auf zwei Tore auszubauen.

Nach dem Wechsel konnten die Gastgeberinnen das Spiel nur noch für kurze Zeit halbwegs ausgeglichen gestalten. Ein Fehler reihte sich im Angriffspiel an den nächsten, die Gäste nutzen dies bedingungslos aus, wobei sich vor allem Melanie Marcantonio und die überragende Isabell Nagel auszeichneten. In der 40. Minute war der Vorsprung auf sieben Tore angewachsen und der Sieger stand praktisch schon fest. Ober-Eschbach konnte in keiner Phase das Gefühl vermitteln, dass das Spiel noch gedreht werden kann. Das lag sicher nicht daran, dass die Mannschaft sich aufgegeben hätte. Mehr war am heutigen Abend einfach nicht möglich, es lief einfach nichts mehr zusammen. Vor allem von den Außenpositionen kam überhaupt nichts, alles lief über die bewährten Rückraumspielerinnen Haitsch, Grebe und Shcherbakova und somit war das Spiel leicht ausrechenbar.
Ein munteres Torewerfen begann nun auf beiden Seiten, der Abstand schwankte zwischen sechs und zwölf Toren. Kam Ober-Eschbach etwas näher heran, setzte Auerbach immer wieder einen drauf, wobei sich sieben der nur acht Feldspielerinnen im Kader der Gäste in die Torschützenliste eintragen konnten. Dies bestätigt noch einmal die Ausgeglichenheit des Teams von Gerhard Steck und Kyra Fischer und unterschied sich doch deutlich von dem, was die Heimmannschaft zeigte. Zweistellig wollte man im ersten Heimspiel aber nicht untergehen und drei Tore in Folge in den letzten beiden Spielminuten brachten dann das Resultat von 29:38.

 

 

TSG Ober-Eschbach
Eva-Maria Klaßen (1.-23., ab 41), Ann Krumbiegel (23.-41.)
Victoria Wriedt, Katja Wittmann, Tatjana Hubbuch, Viktoria Grebe (8), Natascha Shcherbakova (5), Steffi Haitsch (6), Nataliia Holdovanska (4/4), Jutta Neuheiser, Gina Duketis, Ines Duketis (2), Bianca Rüspeler (1), Jonna Jensen (2)

Trainer: Gabriel Marian und Ralf Becker

 

HSG Bensheim/Auerbach
Barbara Mildenberger (1.-47.), Lena Belting (ab 47.)
Stephanie Pietsch (1), Isabell Nagel (11/3), Ina Gottschalk (1), Deniz Sagir (1), Mara Friton, Melani Marcantonio (8), Claudia Schücker (6), Edina Rott (10)

Trainer: Gerhard Steck und Kyra Fischer

 

Zuschauer

250

Schiedsrichter

Gante/Steinebach Attendorn/Siegen

Siebenmeter

4/4 - 4/3

Strafminuten

8/4

 

Spielfilm
0:1 (1.), 2:4 (6.), 4:8 (12.), 6:8 (15.), 8:11 (20.), 10:11 (22.), 13:15 (30.)
13:16 (33.), 14:18 (36.), 15:20 (38.), 15:22 (40.), 16:24 (42.), 19:28 (47.), 25:31 (53.), 25:36 (58.), 29:38 (60.)

 

Beste Spielerinnen

Viktoria Grebe und Steffi Haitsch (Ober-Eschbach)

Isabell Nagel, Melani Marcantonio und Edina Rott (Bensheim/Auerbach)

 

Quelle: hbvf.de

Autor: Sandra Pleines (TSG Ober-Eschbach)