HSG hält eine Halbzeit sehr gut mit
Nach einer recht ausgeglichenen ersten Halbzeit, ging die HSG mit 2 Toren (10:12) Rückstand in die Kabinen der Salza-Halle. Nach der Pause erwischten die Bergsträßerinnen den besseren Start und konnten gar zum 12:12 in der 34. Minute ausgleichen. Drei Tore des heimstarken THC in Folge stellten die Verhältnisse in der Salza-Halle jedoch wieder klar und spätestens beim 22:15 in der 47. Minute war die Partie für die Gastgeber so gut wie entschieden.
Edina Rott wurde zeitweise in Manndeckung genommen, konnte aber mit ihren insgesamt 10 Treffern immer wieder Lücken in der recht statischen THC Abwehr finden und erfolgreich nutzen.
Bei den Gastgebern kam erstmals die 207-fache Nationalspielerin Bianca Urbanke-Rösicke zum Einsatz. Mit 5 Treffern und v.a. ausgezeichneten Anspielen an den Kreis, konnte sie trotz Trainingsrückstand und der Tatsache, dass sie erst seit 7 Wochen in der Mannschaft spielt, das THC Spiel deutlich bereichern.
Statement von Thorsten Schmid nach dem Spiel
"Der Thüringer HC hat hier verdient gewonnen. Ich bin mit meiner Mannschaft nicht unzufrieden. Sie hat das Ergebnis in einem Rahmen gehalten, mit dem ich durchaus leben kann".
Für die HSG spielten
Susanne Schulz (1. Hz), Lena Belting (2. Hz), Barbara Mildenberger (n.e.)
im Tor
Stephanie Pietsch , Isabell Nagel 7, Deniz Sagir (n.e.), Mara Friton 2, Ina
Knobloch 3 , Melanie Marcantonio (n.e.), Claudia Schückler , Edina Rott
10, Katja Lehmann 1, Sandra Kleinjung
Für den THC
Carola Grabbert, Elisabeth Wehr (ab 40.) im Tor
Beatrix Mosert 1, Kristin Kartheuser 3, Julia Jurack, Tatjana Weitner (n.e.), Liudmila Yermachek 1, Silvia Hofman 5/1, Silvana Dathe 5, Mandy Kerkossa 6, Kirsten Watzke 4, Bianca Urbanke-Rösicke 5/1.
Aus Sicht des THC
Es klingt nach einem klaren Sieg. Mit 30:23 schickten Damen des Thüringer HC die HSG Bensheim/Auerbach an die Bergstraße zurück. Bis zum Pausenpfiff der Herren Jäger und Lindner hatte THC-Trainer Dago Leukefeld und mit ihm die 500 Zuschauer in der Salza-Halle keinen Grund zu großer Freude. Mit 12:10 hatte man zwar die Nase vorn, aber die statische Arbeit in der Abwehr, die vor allem die Bensheimer Hauptwerferinnen Edina Rott und Ina Nagel immer wieder zu leichten Treffern einlud, konnte nicht befriedigen. So sprach der THC-Trainer dann in der Pressekonferenz auch von "30 Minuten Sommerhandball".
Aber der Reihe nach. Der THC begann mit Bianca Urbanke-Rösicke auf Rückraum links, die bewährten Stützen wie Liudmila Yermachek und Tanja Weitner saßen gesundheitlich angeschlagen auf der Bank und durften zusehen. Schuld an der doch recht geringen Trefferausbeute in Hälfte eins war unter anderem, dass zwei Strafwürfe nicht verwandelt werden konnten und dass der Ball zwei mal am Holz landete.
Wer nun eine Alleinunterhalterin Rösicke erwartet hatte, wurde enttäuscht. Das war noch nie ihre Sache. Mit den Nebenleuten spielen, sie geschickt in Szene setzen, das konnte sie eh und je und zeigte es auch heute - nach dem bisher sehr geringen Umfang des Mannschaftstrainings. So hat sie wohl mit 5 Treffern, drei Holzknallern und 5 tollen Pässen an den Kreis einen guten Einstand gefeiert.
Sie war neben Edina Rott, die trotz zeitweiliger Manndeckung durch Kristin Kartheuser zehn Feldtore erzielte, die auffälligste Akteurin in der Salza-Halle. Silvia Hofman, mit einem leichten Infekt ins Spiel gegangen, durfte sich ab 42. Minute ausruhen. Zuvor hatte sie aber bereits fünf Treffer erzielen können. Als auch noch Carola Grabbert wieder mit einer bereits abgeheilten Verletzung kämpfen musste, kam dann die Stunde zweier Nachwuchsspieler, die bisher nur zu Kurzeinsätzen in der Bundesliga gekommen waren. Und die machten ihre Sache gut. Für die heute schwach und unkonzentriert wirkende Julia Jurack kam Kirsten Watzke auf die Fläche und nutzte ihre Chance. Mit ihrer Einwechslung in der 38.Minute war sie hellwach und zeigte bis zum Abpfiff eine solide Leistung. Die Erfahrung der Regionalligaeinsätze zahlte sich hier aus - sie spielte gute Pässe, erzielte 4 Treffer den letzten in der Schlussminute nach einem super Kempa-Pass von Beatrix Mosert.
Aber auch das zweite Eigengewächs vom Erfurter Sportgymnasium machte auf sich aufmerksam. Elisabeth Wehr, die 1,78m große Blondine, die das Handball-Einmaleins in Heiligenstadt gelernt hat, hielt nicht spektakulär, stand aber zuverlässig zwischen Pfosten und ließ bis zum Ende, wie ihre Vorderleute auch, nichts mehr "anbrennen". So sah es dann auch der Bensheimer Trainer Thorsten Schmid. "Der Thüringer HC hat hier verdient gewonnen. Ich bin mit meiner Mannschaft nicht unzufrieden. Sie hat das Ergebnis in einem Rahmen gehalten, mit dem ich durchaus leben kann".
Bleibt für die THC-Fans nur anzumerken: Wichtige Punkte für die Moral des Teams gesammelt, kein Superspiel - aber wir bleiben optimistisch, nicht nur weil wir momentan wieder einmal den zweiten Tabellenrang belegen. Und auch ein wenig Selbstkritik sollte angebracht sein. Einen Gegenbeweis, was die Konterstärke des Thüringer Teams angeht, ist man, heute jedenfalls, noch schuldig geblieben.
Thüringer HC
Carola Grabbert, Elisabeth Wehr (ab 40.)
Beatrix Mosert (1), Kristin Kartheuser(3)), Julia Jurack (0), Tatjana Weitner(n.e.),
Liudmila Yermachek (1),Silvia Hofman (5/1), Silvana Dathe(5), Mandy Kerkossa
(6), Kirsten Watzke (4), Bianca Urbanke-Rösicke (5/1)
HSG Bensheim/Auerbach
Barbara Mildenberger, Lena Belting
Stephanie Pietsch , Isabell Nagel (7), Deniz Sagir , Mara Friton (2), Ina
Knobloch(3) , Melanie Marcantonio , Claudia Schückler , Edina Rott (10),
Katja Lehmann (1)
Zuschauer
500
Schiedsrichter
Jäger / Lindner (Görlitz)
Strafminuten 8 / 4
Siebenmeter 4/2 ; 0/0
Beste Spielerinnen
Bianca Urbanke-Rösicke, Mandy Kerkossa, Kirsten Watzke - Edina Rott, Isabell Nagel
Spielfilm
2:1 (3.), 4:2 (7.), 5:3 (11.), 8:6 (14.), 11:7 (21.), 12:10 (HZ.)
12:12 (34.), 15:12 (37.), 18:14(43.), 20:14 (46.), 22:15 (47.), 23:17 (51.),
27:20 (56.), 30:23 (Ende)
Quelle: hbvf.de
Autor: Roman Knabe - www.thueringer-hc.de