Eines vorweg: Die Zweitliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach schließen die Saison 2004/05 auf Platz acht ab – egal, wie die letzte Partie am Samstag (7.), 19.30 Uhr, in der Weststadthalle gegen Meister FrischAuf Göppingen ausgeht. Das steht nach dem 27:27 (10:11) der HSG beim heimstarken BSV Sachsen Zwickau fest.
Der sportliche HSG-Leiter Reinhardt Bender lobte die Bergsträßerinnen: „Mit etwas Glück – gerade in der Schlussphase – hätten wir auch mit beiden Punkten die Heimreise antreten können.“ Da scheiterten Edina Rott zwei Mal und Isabell Nagel mit Siebenmetern an der überragenden Zwickauer Torhüterin Sandra Graupner, die zudem gegen die frei stehende Mara Friton rettete. Bender: „Ein Sieg war drin, letztlich ist aber auch das Unentschieden gerecht. Die Mannschaft hat bravourös gekämpft.“
HSG-Trainer Thorsten Schmid bedauerte nur: „Unserer Abwehr ist es nicht gelungen, die Torjägerinnen Ingrida Bartaseviciene und Evelina Kalinauskaite auszuschalten.“ Dass dieses Duo nicht mehr als 15 Treffer markierte, war sicher auch ein Verdienst von Torhüterin Lena Belting. Dass Melani Marcantonio (Bänderdehnung) nur sporadisch eingesetzt werden konnte, erwies sich als Handiacp.
Bis zur Pause lag Zwickau meist mit einem Treffer vorne. Auch die 15:13-Führung (34.) nutzte der Gast nicht, um sich abzusetzen. 30 Sekunden vor Ende traf Sandra Kleinjung zum vermeintlichen 28:27, stand aber im Kreis. „Die Entscheidung war in Ordnung“, so Bender.
Kurios, dass die Statements der Trainer Isabella Glaser (BSV) und Thorsten Schmid (HSG) nahezu identisch waren: „Meiner Mannschaft sind heute zu viele technische Fehler unterlaufen, deshalb konnten wir auch nicht gewinnen.“
HSG Bensheim/Auerbach:
Barbara Mildenberger, Lena Belting (Tor); Isabell Nagel (5), Katja Lehmann (2), Ina Knobloch (5), Mara Friton, Sandra Kleinjung (1), Melani Marcantonio (2), Claudia Schückler (3), Edina Rott (9/2).
Schiedsrichter: Jakob/Fischer (Erfurt). – Zeitstrafen: Schulz (2), Kalinauskaite (2)/Rott, (2), Nagel (1). – Zuschauer: 250.
Quelle: Echo Online
Und aus Zwickauer Sicht:
BSV Sachsen Zwickau - HSG Bensheim-Auerbach 27 : 27 (11:10)
Punkteteilung gegen Bensheim-Auerbach
Kampf und Einstellung haben gestimmt - mehr ist nicht mehr drin.
Das versprochene "Hexenfeuer" wurde es zumindest in der ersten Halbzeit nicht. Vielmehr sahen die Zuschauer ein sehr zerfahrenes Spiel von beiden Teams. Die BSV Mädels hatten sich viel vorgenommen, das Bemühen war auch zu spüren, allerdings gab es in der Umsetzung Schwierigkeiten. Beide Abwehrreihen und Torhüter waren die bestimmenden Mannschaftsteile. Im Vorwärtsgang ging dagegen vieles schief, hier bestimmten Fehlpässe, Fangfehler und das Auslassen von hundertprozentigen Torchancen das Geschehen. So plätscherte das Spiel, passend zum schönen Sommertag, dahin.
Das änderte sich allerdings schlagartig mit Anpfiff der 2.Hälfte. Jetzt wogte das Spiel mit wechselnder Führung hin und her. Es gelang allerdings keinem Team, sich entscheidend abzusetzen. Nie betrug der Vorsprung mehr als zwei Tore. Als der BSV in der 57.Min mit 27:25 führte, haben viele gehofft, dass man das halten würde. Aber dem war nicht so und als beim 27:26, 30 Sek. vor Schluss, ein Strafwurf am Tor vorbeiging, musste man noch den Ausgleich hinnehmen.
Alles in allem ein gerechtes Resultat.
Die derzeit zur Verfügung stehenden sieben Spielerinnen aus dem Bundesligakader, sind mit ihren Kräften fast am Ende. Die vielen Verletzungen, in den letzten zwei Wochen kamen noch zwei Fingerbrüche dazu, sind zurzeit nicht mehr zu kompensieren. Am Bemühen aller gibt es keine Abstriche zu machen. Ich ziehe den Hut vor dem, was die Mannschaft in den vergangenen Wochen geleistet hat. Weder im Training noch im Spiel lässt sich eine Spielerin hängen. Jede versucht, die letzten Körner aus sich herauszuholen und wenn es in den letzten Spielen dennoch nicht zum Sieg gereicht hat, so verdienen die Bemühungen und die Einstellung der Truppe ein dickes Lob.
BSV Sachsen Zwickau:
Graupner, Pengel; Schulz (2), Kain, Kalasauskaite (4), Stegert (3), Bartaseviciene (10/5), Gruß (4), N. Stein (4)
HSG Bensheim-Auerbach:
Schulz, Belting, Mildenberger; Pietsch, Nagel (5), Lehmann (2), Knobloch (5),
Sagier, Friton, Kleinjung (1), Markantonio (2), Schückler (3), Rott (9/2)
Quelle: Homepage des BSV Sachsen Zwickau