Revanche geglückt - 21:22 Erfolg in Leipzig

Alles schien auf einen klaren Sieg hinauszulaufen. Die HSG lag über die gesamte Spielzeit in Führung, der gefürchtete "Nach-der-Pause-Black-Out" fiel aus und dennoch wurde es am Ende noch sehr eng.

 

Noch nie gewann die HSG in Leipzig ein Spiel gegen das Juniorteam des HC Leipzig. Die Youngster - die älteste Spielerin ist Jahrgang 1983 und 6 Spielerinnen sind Jahrgang 1988 - sind für die HSG schon immer ein unbequemer Gegner gewesen. Zuletzt zeigte sich dies im Hinspiel in der Weststadthalle, das überraschenderweise 30:33 für die HSG verloren ging.

 

Die ersten 15 Spielminuten begannen recht ausgeglichen. Die HSG lag stets mit einem Tor vorne, konnte sich aber erst ab der 17. Spielminute deutlicher absetzen. In der 21. Spielminute kam Susanne Schulz (Foto: Lutz Igiel) für Eva Giron-Timmler ins Tor der HSG. Giron-Timmler hatte nach eigener Aussage "heute irgendwie neben sich gestanden". Gut für die HSG und Trainer Thorsten Schmid über 2 gleichwertige gute Torhüterinnen verfügen zu können. Überragende Spielerin der ersten 30 Minuten war wieder einmal Edina Rott. Mit einer 12:14 Führung für die HSG ging es denn in die Pause in der kleinen Halle der Arena Leipzig. Die gerade mal 75 Zuschauer der Partie wären in der 7.000 Zuschauer fassenden Haupthalle auch etwas verloren gewesen. In selbiger sang an diesem Abend ein österreichischer Rentner.

an diesem Abend die beste Spielerin der HSG: Susanne Schulz

Im Gegensatz zu den Partien zuvor, kam die HSG dieses mal sehr gut in die zweite Spielhälfte. Der Vorsprung wurde kontinuierlich ausgebaut und erreichte in der 50. Spielminute scheinbar sichere 5 Tore. Doch dann kam einiges zusammen, was das Spiel noch einmal sehr spannend gestaltete. Zum einen ließen bei der HSG die Kräfte der Leistungsträger deutlich nach. Edina Rott kam im zweiten Spielabschnitt nicht mehr richtig ins Spiel und blieb in dieser Phase ohne Torerfolg. Die beiden Unparteiischen pfiffen über 50 Spielminuten mit klarer Linie, doch die ging in der Schlussphase der Partie dann leider etwas verloren. Eine nicht ganz nachvollziehbare Zeitstrafe gegen Sandra Kleinjung (54.), sowie gegen Isabell Nagel (57.), brachte die Gastgeber wieder ins Spiel. In der Deckung fehlte ab der 35. Spielminute zudem Petra Streb, die nach ihrer dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah. Auf Leipziger Seite ließ Torhüterin Sarah Harnisch die Offensiv-Abteilung der HSG verzweifeln. Und während nebenan Udo Jürgens ein passendes "17 Jahr blondes Haar" zum besten gab, startete das Juniorteam eine Aufholjagd, bei der aus einem 16:21 ein 21:22 wurde. In der letzten Sekunde des Spiels bekamen die Leipziger Youngster einen Freiwurf von der 9 m Linie zugesprochen. Glück für die HSG, dass der Wurf im eigenen Block und nicht im Tornetz landete und somit beide Punkte glücklich, aber verdient mit an die Bergstraße genommen werden konnten.

 

Dieser Sieg ist eine kleine Premiere: Noch nie hatte die HSG in Leipzig bisher gewonnen. Die Bilanz der HSG gegen das Juniorteam des HC Leipzig bleibt weiterhin negativ: 2 Siegen stehen 3 Niederlagen (sowie ein Unentschieden) gegenüber.

Wie sagte doch Charly Bender unmittelbar nach dem Spiel: "2 Punkte sind 2 Punkte - egal wie!". Ihm gefielen an diesem Abend besonders gut Susanne Schulz im Tor und Edina Rott in der ersten Halbzeit.

Durch diesen Sieg und die zeitgleiche Niederlage der TSG Ober-Eschbach gegen den SC Markranstädt, ist die HSG auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt. Nun liegt man 1 Punkt vor dem TV Nellingen, der zu Hause ein 26:26 gegen Tabellenführer TuS Weibern erreichte und 1 Punkt hinter Markranstädt.

 

Für die HSG spielten

Eva Giron-Timmler (1.-20.) und Susanne Schulz (21.-60.) im Tor

Stefanie Egger, Mara Friton 1, Sandra Kleinjung 2, Katja Lehmann 3, Melani Marcantonio 1, Isabell Nagel 2/1, Edina Rott 7/3, Olga Savanyu 2, Claudia Schückler 4, Petra Streb.

 

Für HC Leipzig spielten

Juliane Nagel, Sarah Harnisch im Tor
Anja Flödel 3, Frances Günthel 6, Franziska Ramirez 4/4, Susann Müller 1, Franziska Zeise, Marei Jungnitsch, Sabrina Cichy 2, Ina Schaarschmidt 4, Anne Ulbricht 1, Janine Urbannek.

 

Strafwürfe

HSG: 5, davon 4 verwandelt, 1 gehalten (Rott)

HCL: 4, alle verwandelt

 

Zeitstrafen

HSG: 6, Streb 3x (rote Karte, 35.), Nagel, Schückler, Kleinjung

HCL: 3

 

Schiedsrichter

Andreas Jakob und Michael Fischer (Vieselbach / Gräfentonna)

 

Spielfilm

2. (0:1), 17. (7:8), 20. (7:11), 25. (9:12), HZ(12:14)

39. (14:18), 50. (16:21), 60. (21:22) (Endstand)

 

Zuschauer

75