Schlechte Chancenverwertung bringt HSG um möglichen Sieg
Es war von vornherein klar, dass es eine äußerst schwere Aufgabe beim zu Hause ungeschlagenen Tabellenführer wird. Mit einem Sieg hatte niemand gerechnet und doch wäre an diesem Samstag abend auch das möglich gewesen.
Die mitgereisten Fans, die lautstark die HSG anfeuerten, staunten nicht schlecht, als es nach 15 Spielminuten 4:10 für die eigene Mannschaft stand. In dieser Viertelstunde wurden alle Vorgaben des Trainers umgesetzt und auch im Abschluss klappte alles. Dann riss der Faden vor allem in der Abwehr und die Gastgeber konnten Tor um Tor aufholen. Schnell war der 6 Tore Vorsprung aufgebraucht und nach der Pause (12:12) begann die Partie quasi wieder neu.
Von diesem Knacks erholte sich die HSG in der ganzen zweiten Spielhälfte nicht mehr. Die Gastgeber konnten sich nach der Pause einen 2-3 Tore Vorsprung erarbeiten. Die HSG kam noch mal auf 22:21 heran und gerade als dies der Wendepunkt hätte werden können, vergab das das Team von Trainer Thorsten Schmid die besten Torchancen. Während die HSG mindestens 8 glasklare Torchancen nicht verwerten konnte - darunter alleine 4 Kreistore auf Außen - zeigte sich der Tabellenführer in der Chancenverwertung deutlich sicherer. Zudem hatten die Gastgeber mit Elisabeth Herbst eine überragende Torhüterin zwischen den Pfosten, die gerade diese 100 % Chancen der HSG vereiteln konnte, während auf der Gegenseite beide HSG Torhüterinnen an diesem Abend nicht diese Leistung abrufen konnten. Die 20 jährige österreichische Nationalspielerin war für Weibern der Schlüssel zum Erfolg. Der letztlich auch verdient war.
Für die HSG spielten
Susanne Schulz (1. - 35.) und Eva Giron-Timmler (35. -60.) im Tor
Stefanie Egger, Mara Friton 4, Sandra Kleinjung, Katja Lehmann 6, Melani Marcantonio 1, Isabell Nagel 3, Edina Rott 7/1, Olga Savanyu, Petra Streb, Claudia Schückler 2.
Strafwürfe
HSG: 1/1
TuS: 4/4
Zeitstrafen
HSG: 2 (Streb, Rott)
TuS: 2
Schiedsrichter
Ludwig, Pitterling (Hattersheim/Großkrotzenburg)
Spielfilm
0:1, 1:3, 2:5, 4:5, 4:10, 8:10, 8:11, 11:11, 12:12 (HZ)
14:12, 16:14, 18:15, 20:19, 21:20, 22:21, 26:22, 26:23 (Endstand)