Desolate 2. Halbzeit bringt HSG um 2 Punkte - Barbara Mildenberger mit 5 Minuten Comeback

Mit guter Hoffnung fuhr die HSG den weiten Weg auf die Schwäbische Alb zur HSG Albstadt. Noch nie hatte man gegen die Schwäbinnen verloren und vor dem Spiel trennten 7 Tabellenplätze die beiden Mannschaften. Vielleicht nahm man deshalb den Gegner in der Mazmannhalle etwas zu leicht und hatte nach der Weihnachtspause nicht das möglicherweise fehlende Quentchen an Motivation, wie gegen einen großen Gegner vom Kaliber Markranstädt oder Göppingen.

7x erfolgreich: Katja LehmannDabei verlief die erste Spielhälfte noch planmäßig. Die Vorgaben von Trainer Thorsten Schmid wurden vor allem in der Deckung in der mittlerweile gewohnten Form umgesetzt. Im Angriff allerdings wurden einige 100% Chancen wieder einmal an Pfosten oder Latte gesetzt. Nur ein einiges Mal, in der 20. Spielminute, gingen die Gastgeberinnen durch Aleksandra Kocbek kurzzeitig mit 1 Tor in Führung. Nur Rückraumtor für die Gastgeber zählte Reinhardt Bender, Sportlicher Leiter der Bergsträßer, in den ersten 30 Minuten. Die Gegentore fielen im wesentlichen auf den Außenpositionen und am Kreis. Ab der 5. Spielminute wurde Edina Rott von der 17 Jahre alten A-Jugendlichen Susanne Kirschbaum in kurze Deckung genommen und damit für die restlichen 55 Minuten weitgehend neutralisiert.

 

Die von Trainerin Zeljka Rajak nach der Pause umgestellte Mannschaft der Abstädterinnen egalisierte den 3 Tore Vorsprung bereits nach 4 Spielminuten. Zudem kam der Rückraum der Gastgeber im Angriff und Torhüterin Daniela Plomer in der Abwehr immer besser ins Spiel. Das genaue Gegenteil war bei der HSG zu beobachten. Vor allem aber die Deckung des Schmid-Teams, war nur noch ein Schatten ihrer selbst.

Während die Albstädterinnen nach dem Motto "Jeder Schuss ein Treffer" aufspielte, wurden die Angriffsbemühungen der HSG immer frustrierender. Spätestens bei der 25:20 wurde es klar, dass die HSG ihre erste Niederlage gegen die HSG Albstadt bekommen würde. Daran konnte auch Barbara Milderberger nichts mehr ändern, als sie in den letzten 5 Minuten der Partie für die HSG zwischen die Pfosten ging. Die immer noch an ihrem Hexenschuss laborierende Torfrau Eva Giron-Timmler war nicht einsatzfähig.

 

Neben der überragenden Silvia Lang auf Seiten der Gastgeber waren die beiden Schiedsrichter Michael Graf und Stefan Schaffner (Aach/Steißlingen) die besten Akteure auf dem Spielfeld. Reinhardt Bender gefiel die konsequente und klare Spielführung der beiden Unparteiischen. Sonst konnte er leider nicht viel Positives von diesem Spiel berichten.

 

Mit 7 Treffern erfolgreichste Spielerin auf Seiten der HSG Bensheim/Auerbach war Katja Lehmann (siehe Foto, (c) Lutz Igiel).

 

Für die HSG B/A spielten

Susanne Schulz 1.-55. , Barbara Mildenberger 55.-60.

Stefanie Egger, Mara Friton 1, Sandra Kleinjung 1, Katja Lehmann 7, Melani Marcantonio, Isabell Nagel 6, Edina Rott 3/1, Olga Savanyu 4, Claudia Schückler 3, Petra Streb 2.

 

Für die HSG Albstadt

Daniela Plomer
Stefanie Hotz 2, Zeljana Primorac 1, Sylvia Kurz 1, Gülfidan Balci, Tine Rapp 6, Tanja Uhrig 3/2, Sabrina Bodmer, Silvia Lang 9, Aleksandra Kocbek 5, Diana Ilitsch 2, Susanne Kirschbaum 1

 

Strafwürfe

HSG B/A: 2 (1 verwandelt, 1 von Edina Rott verworfen)

HSG Albstadt: 3 (2 verwandelt, 1 von Susanne Schulz gehalten)

 

Zeitstrafen

3x HSG B/A: Nagel, Friton, Streb

1x HSG Albstadt

 

Schiedsrichter

Graf, Schaffner (Aach/Steißlingen)

 

Spielfilm

4. (0:2), 7. (2:2), 13. (5:5), 17. (7:7), 18. (8:7), 25. (11:11), 29. (11:14), 30. (12:15) (HZ)

34. (15:15), 36. (16:16), 39. (19:16), 45. (21:18), 52. (25:20), 60. (30:27) (Endstand)

 

Zuschauer

400