Beide Teams hatten vor der Begegnung noch eine kleine Restchance auf den vierten Play-off Platz. Auch nach dem Spiel sind die Chancen für beide Teams fast unverändert, gab doch der aktuelle Tabellenvierte, der TV Nellingen, zu Hause ebenfallse einen Punkt ab.
Das Hinspiel verlor die HSG bei den bekannt heimstarken Hallensern mit 36:28. Diesesmal gab es am Ende eine letztlich gerechte Punkteteilung - das dritte Unentschieden in heimischer Halle in Folge für die HSG. Jeweils mit einer Schlussphase, die immer nahezu gleich verlief und am Ende, psychologisch gesehen, in einem Punktverlust für die eigene Mannschaft und einem Punktgewinn für die Gäste endete.
Die Begegnung zwischen beiden Mannschaften verlief sehr ausgeglichen. Zu keinem Zeitpunkt des Spiels konnte sich eine Mannschaft mit mehr als 2 Toren absetzen. Einen sehr guten Start erwischte

Isabell Nagel (Foto), die mit ihrem zweiten Tor die HSG 3:1 in Führung brachte. Doch ein Doppelschlag von Maike Daniels brachte den Gästen aus Sachsen-Anhalt wieder den Ausgleich. Die HSG hätte sich im ersten Spielabschnitt durchaus weiter von den Gästen absetzen können - wäre die Chancenverwertung besser gewesen. Ein nicht verwandelter 7m, ein paar vergebene 100% Chancen bei Tempogegenstößen, verhinderten dies jedoch. Neben Maike Daniels für die Gäste, war vor allem Edina Rott die auffälligste Spielerin der ersten 30 Minuten. Von den 16 HSG Toren erzielte sie in der ersten Halbzeit genau die Hälfte. Und hätte Julia Plöger im Tor von Union Halle nicht noch ihren Siebenmeter in der 30 Minute gehalten, so wären es gar 9 Tore für Edina Rott geworden.
Der zweite Spielabschnitt verlief ähnlich dem Ersten - mit dem Unterschied, dass sich technische Fehler und Ballverluste bei beiden Mannschaften deutlich häuften und Edina Rotts Würfe den Weg zum Tor nicht mehr fanden. In der 49. Spielminute konnten die Gäste durch Maike Daniels per 7m erstmals mit 2 Toren in Führung gehen (21:23). Doch die HSG kämpfte sich wieder heran und konnte nach dem Ausgleich durch Olga Savanju (51.), durch Claudia Schückler (52.) wieder in Führung gehen. Ein Unterarmwurf von Melani Marcantonio brachte die HSG mit 28:26 (58.) scheinbar auf die Siegerstraße, doch Maria Olbrich erzielte im Gegenzug den Anschlusstreffer und Annekathrin Hartmann in der Schlussminute den Ausgleichstreffer für die Gäste aus Halle.
Ein glückliches, aber letztlich leistungsgerechtes Unentschieden.
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Aus der Pressekonferenz
Co-Trainerin Bianca Eckardt (Union Halle)
Der Punkt wäre bei der bekannten Auswärtsschwäche der Mannschaft hart erkämpft worden. Bei vergleichbaren Leistung in anderen Hallen, würde ihr Team anders in der Tabelle dastehen. Insgesamt war sie mit dem Ausgang der Partie zufrieden und freute sich über den gewonnen Punkt. Die HSG habe ein gutes Spiel gemacht und mit den Wechseln im Angriff die Abwehr von Union Halle geknackt. Das Ergebnis sei in dieser Form gerecht.
Thorsten Schmid (HSG)
Seine Mannschaft hätte heute einen Punkt verloren. Phasenweise hätte die Abwehr gut gestanden, aber in den letzten Spielminuten zu nachlässig agiert, wodurch zu viele einfache Gegentore erzielt wurden. Der Angriff wäre ordentlich gelaufen, aber der Wille zum Abschluss habe gefehlt. Es wären zu viele zwingende Gelegenheiten nicht genutzt worden.
Auf die Nachfrage der Presse (Hr. Schwinn, Bergsträßer Anzeiger) warum seine Mannschaft so viele technische Fehler sich geleistet habe, erwiderte Schmid, dass auf einem guten hohen Niveau gespielt worden wäre und durch das schnelle nach Vorne gehen mehr Fehler entstehen würden.
Angesprochen auf das Spiel am kommenden Mittwoch in Walldorf sagte Schmid, dass seine Mannschaft bis Dienstag den verlorenen Punkt verkraften müsse und der schon abgestiegene Gastgeber TGS Walldorf nicht unterschätzt werden darf.
Für die HSG spielten
Susanne Schulz (1.-30.) und Eva Giron-Timmler (31.-60.) im Tor
Stefanie Egger, Sandra Kleinjung 2, Katja Lehmann 4, Melani Marcantonio 4, Isabell Nagel 6/3, Edina Rott 8, Olga Savanyu 3, Claudia Schückler 1, Petra Streb.
Für Union Halle spielten
Jana Krause und Julia Plöger im Tor
Maike Daniels 10/5, Annika List 6/2, Annekathrin Hartmann 6, Maria Olbrich 4, Alexandra Krone 1, Evelien van der Koelen 1, Carina Messerschmidt, Katharina Rothe, Katharina Henkel, Juliane Frank.
Strafwürfe
HSG B/A: 4/3 (1x gehalten Plöger)
Union Halle: 8/7 (1x gehalten Giron-Timmler)
Zeitstrafen
HSG B/A: 4x 2min (Nagel, Rott, Trainer Schmid, Streb)
Union Halle: 4x 2min (Rothe, Olbrich, Krone, Daniels)
Schiedsrichter
Kuntz, Schmitt (Kleinblittersdorf/Marpingen)
Spielfilm
2:0 (3.), 3:3 (6.), 6:4 (13.), 8:8 (17.), 11:11 (22.), 16:14 (29.), 16:15 (30. HZ)
19:17 (35.), 20:20 (43.), 21:23 (49.), 24:23 (52.), 26:26 (56.), 28:26 (58.), 28:28 (60. Endstand)
Zuschauer
ca. 450