Nach Göppingen und Markranstädt musste am Sonntag abend Tabellenführer Weibern beide Punkte in der Weststadthalle lassen.
Als hoher Favorit kam der Tabellenerste aus der Eifel an die Bergstraße, doch wieder einmal konnte die HSG einen scheinbar übermächtigen Gegner bezwingen.
Die ersten 15 Minuten der Partie begannen recht ausgeglichen. Nach dem 1:0 durch Edina Rott, das erst in der 3. Spielminute fiel, konnte sich zunächst keine der beiden Mannschaften absetzen. Durch 3 Tore in Folge (Edina Rott und 2x Mara Friton) ging die HSG in der 17. Minute mit 4 Toren Vorsprung erstmals deutlicher in Führung. Gerade in dieser Phase des Spiels schienen die beiden Torhüterinnen der Gäste - Alexandra Fink und Elisabeth Herbst - nicht gerade ihren besten Tag erwischt zu haben. Ganz im Gegensatz zu Susanne Schulz im Tor der HSG.
Ein schöner Rückraumtreffer von Olga Savanju markierte mit dem 16:10 den unerwarteten Halbzeitstand.
Die Gäste kamen nach der Pause deutlicher besser ins Spiel. Ein Doppelschlag von Andrea Pop und ein Tor von Jessica Oster brachten die Eifelaner wieder auf 3 Tore Abstand heran. Das Spiel schien zu kippen, brauchte die HSG durch glatte 7 Spielminuten, bis Olga Savanyu mal wieder das Spielgerät im gegnerischen Tor versenkte. Doch die Wende kam nicht zu stande. Die HSG fand wieder zu ihrem Spiel und konnte aus der starken Deckung heraus, Tor um Tor ihre Führung ausbauen. Bei den Gästen schlichen sich technische Fehler und ungewohnte Ballverluste ein. In der 48. Spielminute stellte Katja Lehmann mit einem Tor am Kreis den alten 6 Tore Vorsprung zum 20:14 wieder her.
Auch eine über kurze Phasen doppelte Manndeckung von Isabell Nagel und
Edina Rott durch der Gäste war nicht mit Erfolg gekrönt. Zudem hatte
HSG Trainer Thorsten Schmid mit der Einwechslung von Claudia Schückler
(Foto) eine glückliche Hand. 3 Tore von ihr in den letzten 11 Spielminuten
stabilisierten nicht nur den Vorsprung der HSG, sondern sie baute ihn mit
einem Doppelschlag in der 53. Spielminute gar erstmals auf 10 Tore aus. 
Die 3. Zeitstrafe und damit rote Karte für Petra Streb in den letzten Spielminuten konnte keine Wende mehr für die Gäste bringen. Im Gegenteil: man konnte erste Anzeichen der Resignation erkennen. In den letzten 3 Minuten kamen Melani Marcantonio und Judith Herr für die HSG zum Einsatz. Unter den stehenden Ovationen der 600 Zuschauer in der Weststadthalle konnten auch sie sich in die Torschützenliste eintragen.
Am Ende des Spiels gab es dann, unter dem lautstarken Jubel der Fans, ungläubige Blicke auf die Anzeigetafel: Mit 29:19 wurde der Tabellenführer bezwungen.
Trainerstimmen in der Pressekonferenz
Jan Reuland (TuS Weibern)
Der Sieg der HSG sei völlig verdient, da sie an diesem Abend die stärkere Mannschaft war. Mit der Leistung seiner beiden Torhüterinnen war er insbesondere in der ersten Spielhälfte nicht zufrieden.
Nach der Pause sei seine Mannschaft zwar etwas besser ins Spiel gekommen, jedoch habe die sich dabei bietende Chance nicht genutzt.
Thorsten Schmidt (HSG Bensheim/Auerbach)
Der HSG-Trainer war mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden. Besonders lobend erwähnte er dabei Edina Rott und Susanne Schulz. Gerade solche Heimspiele gegen starke Gegner würden ihn und die Mannschaft besonders motivieren. In der letzten Woche habe er sein Team optimal auf die TuS Weibern eingestellt.
Es spielten für die HSG:
Susanne Schulz, Eva Giron Timmler (n.e.) im Tor
Stefanie Egger (n.e.), Mara Friton 4, Judith Herr 1, Sandra Kleinjung 2, Katja Lehmann 1, Melani Marcantonio 1, Isabell Nagel 4, Edina Rott 10/1, Olga Savanyu 3, Claudia Schückler 3, Petra Streb
Für TuS Weibern spielten:
Alexandra Fink und Elisabeth Herbst im Tor
Andrea Pop 8/2, Melanie Mannebach 3, Maren Hoffmann 1, Sylvia Strass 2, Jessica Oster 3, Inga Etheber 2.
7 m
HSG: 1 (verwandelt Rott)
TuS: 3 (1 verworfen Pop)
Zeitstrafen
HSG: 3x Streb (rote Karte), Friton, Lehmann
TuS: Oster, Etheber, Mannebach
Schiedsrichter
Harald Schembs und Markus Weyell (Nackenheim/Nieder-Olm)
Zuschauer
ca. 600