Versöhnlicher Saisonausklang - 29:26 (15:14) Sieg gegen Allensbach

Im letzten Heimspiel vor eigenem Publikum konnte die HSG ihren Fans in einem spannenden Spiel gegen den alten Rivalen vom Bodensee, einen versöhnlichen und erfolgreichen Saisonabschluss bieten. Während es für die Gäste aus Allensbach das letzte Saisonspiel war, muss die HSG am kommenden Wochenende noch die weite Reise zu den Piranhas nach Markranstädt antreten.

Vor dem Spiel hieß es Abschied nehmen. Bei den Gästen vom Bodensee war es nach 20 Jahren SV Allensbach das letzte Spiel für Sabine Schill. Kerstin Wohlbold - sie wechselt zum Deutschen Meister nach Nürnberg - und Sandra Rebholz verlassen den Verein, während Martina Müller studienbedingt die Handballschuhe erst einmal an den berühmten Nagel hängt.

Bei der HSG verlassen die ehemaligen Münsteranerinnen Katja Lehmann, ihre Schwester Judith Herr und Susanne Schulz nach 16 Monaten den Verein. Bei allen Dreien sind zeitliche und berufliche Gründe ausschlaggebend für ihre Entscheidung gewesen. Während Trainer Thorsten Schmid in die 2. Bundesliga der Männer, zu TusPo Obernburg, wechselt.

 

Auch wenn es in diesem Zweitligaklassiker - seit mittlerweile 17 Jahren spielen beide Mannschaften in der Gruppe Süd der zweiten Handballbundesliga - lediglich noch um eine gute Platzierung zum Saisonende ging, es sollte eine spannende und niveauvolle Begegnung werden. Schon in der ersten Begegnung am 23. September 1989, damals spielte die HSG noch als TSV Auerbach, war Sabine Schill auf Allensbacher Seite im Tor - in ihrem ersten Bundesligaspiel. Es endete übrigens 10:21 für den TSV Auerbach. Dass es nun 17 Jahre später in ihrem Abschiedsspiel ausgerechnet wieder gegen die Bergsträßer ging - ein schöner Zufall, mit dem sich ein sehr weiter Kreis nun geschlossen hat.

 

Recht ausgeglichen begann die Begegnung, in der Edina Rott die ersten Akzente auf Seiten der HSG setzten konnte. Nach ihrem dritten Treffer zum 3:3 (6.) wurde sie von Kerstin Wohlbold in kurze Deckung genommen. Als die Topshooterin vom Bodensee wiederum immer besser ins Spiel kam, stellte Thorsten Schmid Sandra Kleinjung als direkte Bewacherin der gefährlichen Allensbacherin ab. Die HSG konnte sich in der Folgezeit auf bis zu 3 Tore absetzen, wobei 3 von den Gästen vergebene Siebenmeter hier sicherlich sehr unterstützend wirkten. Bis zum Pausenpfiff kamen die Hühner wieder auf einen Treffer an die HSG heran.

 

Nach Kerstin Wohlbolds Ausgleichstreffer (41.) zum 18:18, konnte die HSG durch 4 Treffer in Folge erstmals deutlicher in Führung gehen. Doch die von ihrem Fanclub Badisch Energy lautstark angetriebenen Gäste kämpften sich Tor um Tor wieder heran. Als wiederum Kerstin Wohlbold in der 57. Spielminute den Ausgleichstreffer per Siebenmeter markierte, schien das Spiel - wie so oft in den letzten Partien - zu Ungunsten der HSG zu kippen. Doch diesesmal zeigte sich die HSG deutlich Nervenstärker. Zwei Treffer von Edina Rott sicherten den verdienten Erfolg der HSG und ein sehenswerter Rückraumwurf von Sandra Kleinjung setzte den Schlusspunkt unter eine spannende Begegnung zweier alter Rivalen.

 

Ein großes Arbeitspensum leistende Petra Streb in der Deckung. Zusammen mit Eva Giron-Timmler war sie im Defensivbereich einer der Garanten für den Sieg der Bergsträßerinnen. Während im Angriff der HSG vor allem Isabell Nagel und Edina Rott eine starke Leistung zeigten.

Besonders auffällig spielten bei den Gästen die beiden Wohlbold-Schwestern und Sonja Pannach.

 

53 Bilder vom Spiel und danach sind in unserer Galerie.

 

Trainerstimmen

Oliver Lebherz (SVA)

Es war für ihn das erste Spiel, in dem er durchatmen musste. Die Abwehr sei nicht sicher gewesen und es habe nicht funktioniert. Der wäre für die HSG verdient. Allensbach habe durch die schlechtere Chancenverwertung verloren.

 

Thorsten Schmid (HSG)

Nach dem Spiel gegen Walldorf habe die HSG ihr wahres Gesicht gezeigt. Petra Streb habe in der Abwehr gerackert und wenn dann doch mal ein Ball durchgekommen sei, habe ihn Eva Giron-Timmler im Tor gut gehalten. Beide seien der Schlüssel zum Erfolg gewesen. In der Offensive habe die HSG konzentriert gespielt und mit Edina Rott und Isabell Nagel die überragenden Spielerinnen gehabt.

Über die gesamte Spielzeit habe die Mannschaft eine gute Leistung gezeigt und es wäre ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Das Sahnehäubchen wäre es nach dem letzten Spiel doch noch den fünften Platz zu erreichen.

 

Für die HSG spielten

Eva Giron-Timmler (1.-60.) und Susanne Schulz (für ein 7m) im Tor

Stefanie Egger, Sandra Kleinjung 2, Katja Lehmann, Melani Marcantonio 3, Isabell Nagel 11/4, Edina Rott 10/1, Olga Savanyu 2, Claudia Schückler 1, Petra Streb.

 

Für Allensbach spielten

Sabine Schill und Martina Müller im Tor

Sandra Rebholz, Petra Lauterbach, Lena Landenberger, Kira Eickhoff, Katrin Egenhofer, Babsi Harter 2, Laura Denk 3, Kerstin Wohlbold 9/4, Nicole Wohlbold 7/1, Stephanie Jung, Sonja Pannach 5.

 

Strafwürfe

HSG: 7/5 (1x Pfosten Rott, 1x Heber übers Tor Nagel)

SVA: 8/5 (2x gehalten Giron-Timmler, von K. Wohlbold und N. Wohlbold; 1x neben das Tor von K. Wohlbold)

 

Zeitstrafen

HSG: Schückler 2x, Streb 2x, Nagel

SVA: Egenhofer 2x, Harter, K. Wohlbold

 

Schiedsrichter

Fischer/Hetzel (Ludwigshafen)

 

Spielfilm

1:0 (1.), 2:3 (5.), 8:5 (14.), 11:8 (20.), 12:11 (25.), 15:14 (Halbzeit)

16:14 (31.), 16:16 (38.), 18:18 (41.), 22:18 (47.), 24:21 (51.), 26:23 (54.), 26:26 (57.), 29:26 (Endstand)

 

Zuschauer

ca. 300