25:28 (12:16) Sieg für die Flames
Bereits nach 8 Sekunden klingelte es im Tor der Gastgeber. Olga Savanyu traf in der für sie typischen Art zum 0:1 für die Gäste von der Bergstraße. Die Sachsen konnten zwar in der Begegnung mehrfach ausgleichen, aber - es sei jetzt schon verraten - selbst nie in Führung gehen. Recht ausgeglichen begann das Spiel. Die HSG lag zwar meist in Führung, konnte sich aber zunächst nicht so recht absetzen. In der 15. Spielminute konnte Claudia Schückler von Rechtsaußen erstmals einen 3 Torvorsprung erzielen und in der Folgezeit sogar auf 5 Tore ausbauen (25.). Mit einer verdienten 12:16 Führung für die HSG ging es dann in die Halbzeitpause.
Im zweiten Spielanschnitt konnte der BSV den Vorsprung der Flames langsam Tor für Tor aufholen. Begünstigt durch die schlechte Chancenverwertung der HSG, die dafür die gegnerische Torfrau gut ins Spiel brachte, wurde die Begegnung wieder deutlich offener. Als dann noch Claudia Schückler verletzt den Platz verlassen musste - sie bekam im Angriff einen Pferdekuss, der mit einem 7m geahndet wurde - erzielte Nadine Stein für die Gastgeber den Ausgleichstreffer zum 20:20. Ildiko Barnas Antwort kam sofort: Auszeit und Neuformation der 6:0 Deckung. Ein erfolgreiches Unternehmen, denn durch Treffer von Edina Rott und Mara Friton konnte wieder ein etwas beruhigenderer Abstand hergestellt werden. Die Trainerin meine dazu nach dem Spiel, dass sie auch in dieser Phase nie geglaubt hätte, dass das Spiel verloren gehen könnte. Fitness und Kampfgeist waren denn auch gerade in den Schlussminuten der Schlüssel zum Erfolg. Trotz Unterzahl in der Schlussphase konnten die Flames beide Punkte mit an die Bergstraße nehmen. Den Schlusspunkt unter die Begegnung setzt 4 Sekunden vor dem Abpfiff Edina Rott. die damit auch das Torschützinnen-Duell der 2. Liga Süd, Ingrida Bartaseviciene vers. Edina Rott, mit 9/3 : 10/3 knapp zu ihren Gunsten entscheiden konnte.
Drei Spielerinnen hob Ildiko Barna nach dem Spiel besonders hervor:
Der Pferdekuss werde Claudia Schückler in den nächsten Tagen sicher noch erheblich behindern, meinte die Übungsleiterin weiter. Im Gegensatz zur Verletzung von Antje Lauenroth, die vermutlich für 2 Wochen nicht am Spielbetrieb teilnehmen kann, ist ihr Einsatz im Spitzenspiel gegen Weibern jedoch kaum gefährdet.
Durch diesen Sieg konnte sich die HSG in der Tabelle auf den 4. Platz vorarbeiten. Der berechtigt bekanntlich zur Teilnahme an den Play-Off-Spielen. Daran ist aber noch lange nicht zu denken. Es ist ein steiniger Weg mit noch 19 Spielen und Gegnern wie dem amtierenden Meister TuS Weibern, der schon am nächsten Samstag in die Weststadthalle kommt.
Für Zwickau spielten
Jeannette Rau und Sandra Graupner im Tor
Carolin Unger 3, Anke Schulz 3, Claudia Stein, Evelina Kalasauskaite 2, Kathleen Wiese, Isabel Stegert 1, Bianca Gamroth, Ingrida Bartaseviciene 9/3, Romy Flöter, Nadine Stein 7.
Für die HSG spielten
Eva Giron-Timmler (1.-26., 34.-60.), Laura Glaser (26.-34.), Weena Ghosh (n.e.) und im Tor
Stefanie Egger 3, Mara Friton 3, Melani Marcantonio, Isabell Nagel 4, Edina Rott 10/3, Olga Savanyu 4, Conny Schmid, Claudia Schückler 4, Petra Streb, Antje Lauenroth (n.e.), Sandra Kleinjung (n.e.).
Strafwürfe
BSV: 5/4 (Bartaseviciene verwirft)
HSG: 3/3
Zeitstrafen
BSV: Kalasauskaite (16.), Stegert (18.), Unger (29.)
HSG: Egger (30.), Nagel (37.), Marcantonio (58.)
Schiedsrichter
Oliver Niedtner und Martin Valley (Erfurt/ Wutha-Farnroda)
Spielfilm
0:1 (1.), 5:5 (10.) 5:8 (14.), 8:9 (17.), 8:11 (19.), 10:13 (22.), 10:15 (25.), 12:15 (29.), 12:16 (29.) Halbzeit
16:17 (37.), 18:20 (43.), 20:20 (48.) 20:22 (51.), 23:24 ( 25:26 (59.)