34:21 Kantersieg gegen TV Mainzlar

Einen in der Höhe unerwarteten 34:21 Sieg gab es am Sonntagnachmittag für die Flames beim Spiel gegen den TV Mainzlar. Hatten die Mittelhessen am vorhergehenden Spieltag noch gegen die Markranstädter Piranhas brilliert, so war in diesem Spiel davon überhaupt nichts mehr zu sehen. Harmlos im Angriff und teilweise völlig verunsichert, spielte die Mannschaft von Jürgen Gerlach. Die agressive und aufmerksame Deckung der Flames legte den Grundstein zu diesem Erfolg, der auch in dieser Höhe voll verdient war.

In der letzten Saison holten die Mainzlarer einen wichtigen Punkt gegen den Abstieg bei der HSG. Doch mit 12 Abgängen und 11 Neuzugängen stand jetzt, 8 Monate später, eine völlig veränderte Mannschaft in der Bensheimer Weststadthalle. Lediglich Anja Groschopp, Dana Kläring und Zsofia Mozsi waren schon beim letzten mal dabei.

 

Die ersten 19 Spielminuten verlief noch recht ausgeglichen. Daniela Wolff konnte gar für die Gäste eine 1:2 Führung erzielen (3.) - es sollte ein Einzelfall bleiben. Die Mittelhessen nahmen von Beginn an Edina Rott in die kurze Deckung. War dies in der vergangenen Spielzeit noch eine Variante, mit der man den Angriff der HSG Bensheim/Auerbach oft in arge Verlegenheit bringen konnte, so blieb diese Maßnahme an diesem Tag völlig wirkungslos. Eine sehr gut aufgelegte Melani Marcantonio und Isabell Nagel übernahmen nicht nur den Freiraum, sondern auch mit Erfolg Verantwortung. Auf 7:4 setzten sich die Gastgeber ab, als Jürgen Gerlach eine Auszeit nahm. Die brachte kurzzeitigen Erfolg. Denn durch Sophia Bepler kamen die Mittelhessen noch mal zum 8:8 heran. Doch dann schien die Wirkung der Gerlachschen Anweisungen wieder nachzulassen. Die Gastgeber setzten sich Tor um Tor wieder ab und nutzten die Ballverluste der nun zunehmend verunsicherten Gäste mit erfolgreich abgeschlossenen Tempogegenstößen. Mainzlar kam mit der agressiven, aber nie unfairen Deckung der Flames überhaupt nicht zurecht und sah des öfteren das passive Vorwarnzeichen der beiden Unparteiischen aus Augsburg. Die Folge davon eine bereits recht deutliche 17:11 Führung der Flames zum Halbzeitpfiff.

Ildiko Barna konnte Melani Marcantonio und Edina Rott in Anbetracht der sicheren Führung, nach der Pause auf der Auswechselbank lassen und munter die Mannschaft durchwechseln. Conny Schmid und Sandra Kleinjung nutzten ihren Einsatz erfolgreich und sorgten mit dafür, dass die beiden Stammspielerinnen sich länger auf der Bank ausruhen konnten. Die Standpauke von Trainer Gerlach (Foto) in der Pause hatte indes dieses mal keine Wirkung. Seine Mannschaft spielte weiterhin verunsichert und erlaubte sich technische Fehler und Abspielfehler gleich reihenweise. In der 47. Spielminute betrug der Abstand dann schon 10 Tore und spätestens hier war dann auch die Entscheidung gefallen. Wären in den letzten 8 Spielminuten nicht mindestens fünf klare Chancen, frei vorm Tor von Nicole Dauth, von den Flames vergeben worden, es wäre für den TV Mainzlar noch schlimmer gekommen.

Conny Schmid setzt sich am Kreis durch

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Aus der Pressekonferenz

Jürgen Gerlach (TV Mainzlar)

Seine Mannschaft habe ausgesprochen schlecht gespielt und keine Einstellung zum Spiel und der agressiven Deckung der HSG Bensheim/Auerbach gefunden. Die körperliche Einstellung habe in seinem Team nicht gestimmt, das offensichtlich zu jung für dieses harte Spiel sei. Vor dem Tor wären seine Anweisungen bzgl. der Wurfvarianten nicht ausgeführt worden, so dass die Torhüterinnen der Gastgeber leichtes Spiel gehabt hätten.

 

Ildiko Barna (HSG Bensheim/Auerbach)

Bei der Beobachtung des Spieles Mainzlar - Markranstädt habe sie einen ganz anderen TV Mainzlar gesehen. Sie freute sich darüber, dass ihre Mannschaft so gut gespielt hatte und sprach ihren beiden jungen Torhüterinnen ein großes Kompliment aus. Sie war der Meinung, dass ihre Torhüterinnen großen Anteil an dem Entschärfen der Mainzlarer Würfe hatten. Die Wahrheit diesbezüglich würde wohl aber zwischen ihrer und Jürgen Gerlachs Meinung liegen. Die letzten 8 Minuten des Spiels wären von ihrer Mannschaft schlecht gespielt worden, wobei sehr viel "Mist" geworfen worden wäre.

Auf die Frage Presse, ob sie Vertrauen zu ihren beiden sehr jungen Torhüterinnen hätte, entgegnete sie, dass sie bei beiden kein schlechtes Gefühl hätte. Laura Glaser habe durch ihre Einsätze bei der DHB-Auswahl mehr Erfahrung als Weena Ghosh. Wenn sie nicht zufrieden wäre, hätte sie sich schon nach Ersatz für die verletzte Eva Giron-Timmler umgesehen. Man müsse jedoch die nächsten Spiele noch abwarten.

 

Für die Flames spielten

Laura Glaser (1.-50.) und Weena Ghosh (50.-60.) im Tor

Stefanie Egger 4, Mara Friton 1, Michele Hörr, Sandra Kleinjung 2, Antje Lauenroth 1, Melani Marcantonio 6, Isabell Nagel 6/2, Edina Rott 5/1, Olga Savanyu 1, Conny Schmid 2, Claudia Schückler 6.

 

Für dieMainzlar spielten

Iveta Kuta (1.-20.) und Nicole Dauth (20.-60.) im Tor

Andrijana Atanasoska 2, Anja Groschopp 1, Dana Kläring 2, Daniela Wolff 2, Zdenka Starsichova 2, Nina Hess, Lena Klein 1, Zsofia Mozsi 6/1, Sophia Bepler 4, Svenja Jänicke, Olivia Reeh1.

 

Strafwürfe

Flames: 4/3 (Rott verwirft)

Mainzlar: 4/1 (Jänicke, Moszi und Reeh verwerfen)

 

Zeitstrafen

Flames: Egger, Lauenroth und Rott je 1x 2 min, Schmid 2x 2min

Mainzlar: Starsichova, Bepler und Reeh je 1x 2min

 

Schiedsrichter

Harald Schweizer/Herbert Vornehm (Augsburg)

 

Spielfilm

1:0 (1.), 1:2 (3.), 4:2 (10.), 5:4 (12.), 7:4 (13.), 7:7 (18.), 8:8 (19.), 12:8 (22.), 14:10 (24.), 17:10 (30.), 17:11 (Halbzeit)

19:11 (34.), 21:12 (37.), 21:14 (40.), 23:15 (43.), 29:15 (53.), 31:16 (54.), 32:19 (57.), 34:21 (60.) (Endstand)

 

Der Spielverlauf im Detail

 

Zuschauer

ca. 500