31:25 (13:12) Sieg der Flames gegen die TuSsies
Die Revanche nach der Hinspielniederlage in Metzingen ist den Flames geglückt. Mit einer starken, mannschaftlich sehr geschlossenen Leistung wurde der Tabellendritte aus dem Schwabenland mit einem hochverdienten 31:25 Sieg bezwungen. Für Metzingen war dies die 3. Niederlage in Folge, mit dem Effekt, dass die Mannschaft nun auf den 6. Tabellenplatz zurückgefallen ist.
Ausgeglichen und auf beiden Seiten recht nervös begann
die Partie. Der Druck auf den Schulter der Gäste, die nach den beiden
letzten Niederlagen ihren Play-Off-Platz wieder sichern wollten, war zu spüren
und die Flames wussten um die sich dadurch bietenden Chancen.
Isabell Nagel dominierte in der Anfangsphase das Spiel der Gastgeber, während
Wendy Smits zunächst nur von der Siebenmeterlinie punkten konnte. In
der 22. Spielminute wäre für sie die Partie fast schon zu Ende gewesen,
als sie
Melani
Marcantonio bei einem Tempogegenstoß klar foulte und - nach einer kurzen
Beratung der beiden Unparteiischen und unter lautstarken Protesten der Zuschauer
- mit einer 2 Minuten Zeitstrafe glücklich davon kam. Den fälligen
Siebenmeter setzte Edina Rott an die Latte. Auch die Überzahl konnten
die Gastgeber nicht nutzen - im Gegenteil, Iris Cartarius erzielte den 10:10
Ausgleichstreffer.
Conny
Schmid konnte durch zwei in direkter Folge erzielte sehenswerte Tore gegen
ihre ehemaligen Mannschaftskameradinnen auf 12:10 erhöhen (29.). Doch
in der nun sehr temporeichen Schlussphase der 1. Halbzeit kam Metzingen durch
Wendy Smits mit ihrem ersten Feldtor und Tina Gruß wieder auf 12:12
heran. Stefanie Egger erzielte wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff vom Kreis
die psychologisch wichtige Führung für die Flames.
Die Pause hatte bei den Gastgebern Wunder gewirkt. Die Nervosität war nun vollkommen abgelegt und die Mannschaft spürte, dass Metzingen an diesem Tag zu packen war. Hochkonzentriert und ohne überhastete Abschlüsse spielte die HSG ihr Spiel. Ganz anders dagegen die schwäbischen Gäste. Dort wurde man zunehmend unsicherer und zeigte unerwartete Schwächen im oft zu überhasteten Abschluss. Die Folge davon: Tor um Tor wuchs der Vorsprung der Flames. Isabell Nagel markiert von der Strafwurflinie mit ihrem 20:15 erstmals einen 5 Tore Vorsprung (40.). Als Edina Rott wenig später das 22:16 warf oder besser gesagt in das gegnerische Tor rollte, als sie mit der aus ihrem Tor herausgelaufenen Anika Kuhlmann an der 9 Meterlinie zusammenprallte, lag die Grüne Karte von Emir Hadzimuhamedovic auf dem Tisch von Zeitnehmer und Sekretär. Doch die Standpauke an seine Spielerinnen zeigte keine Wirkung. Claudia Schückler erhöhte mit 2 Toren in Folge auf 24:17. Spätestens Isabell Nagels 28:19 (54.) machte deutlich, dass Metzingen an diesem Tag beide Punkte an der Bergstraße lassen würde.
Angesichts des sicheren Vorsprugs konnte
Ildiko Barna munter durchwechseln und den Leistungsträgern eine Pause
gönnen. Patricia Stefani betrieb noch etwas Ergebniskosmetik, als sie
in der 59. Spielminute das 29:25 erzielte. Doch die Flames setzten mit Toren
von Petra Streb und Antje Lauenroth noch mal zwei Ausrufezeichen hinter diesen
hochverdienten Erfolg.
Bei der HSG lief es erheblich besser als noch eine Woche zuvor im Pokalspiel gegen Celle. Aber für Ildiko Barna ist immer noch genug Spielraum zum Optimieren. Der Erfolg wurde ihrer Mannschaft durch die vor allem in der zweiten Halbzeit erschreckend schwach spielenden Metzingerinnen, relativ leicht gemacht.
Aus der Pressekonferenz
Emir Hadzimuhamedovic
Er
gratulierte der HSG und Ildiko Barna zum Sieg. Die Bensheimer hätten
an diesem Tag besser gespielt und verdient gewonnen. Er war mit dem Spiel
seiner Mannschaft in den ersten 30 Minuten zufrieden. Danach hätte Metzingen
aber das Spiel aus der Hand gegeben und wäre nicht mehr ins Spiel gekommen.
Auf der rechten Position vermisste er... . Im Angriff hätte sich sein
Team im zweiten Spielabschnitt schwer getan. Um hier zu gewinnen, müsse
man ein bessere Leistung bringen.
Ildiko Barna
In
der ersten Halbzeit wären bei ihrer Mannschaft zu viele technische Fehler
aufgetreten - sicherlich auch durch Nervosität bedingt. Das Publikum
sei deshalb schnell unzufrieden gewesen, man dürfe aber nicht vergessen,
dass Metzingen eine der besten Mannschaften der Liga sei. Besonders Lob verteilte
sie an Edina Rott, Stefanie Egger und Laura Glaser, die ihre Leistung 100%ig
gebracht hätten. Isabell Nagel, die in der 2. Halbzeit auf Rückraum
Mitte spielte, habe ein gutes Spiel auf dieser Position gezeigt. In der zweiten
Halbzeit wäre es insgesamt besser gelaufen. Sie vermerkte nur 3 technische
Fehler. Aber die Mannschaft hätte noch nicht die Form vom letzen Jahr
erreicht, aber gegenüber dem Pokalspiel sich deutlich gesteigert.
Auf Frage der Presse über Conny Schmids Leistung gegen ihre ehemaligen Mannschaftskameradinnen sagte sie, dass Conny schöne und vor allem wichtige Tore erzielt hätte. Nachher wäre sie etwas müde geworden und die Leistung ließ nach. Sie freute sich aber, dass sich nach den beiden schweren Verletzungen immer besser ins Spiel kommt. In einer weiteren Frage der Presse, warum bei den Flames so wenig über die Außenpositionen gelaufen sei, entgegnete sie, dass Mara Friton im Training eine sehr gute Leistung gebracht habe, aber offensichtlich zu nervös ins Spiel gegangen sei. Sandra Kleinjung hätte eine gute Abwehrleistung gezeigt, sei aber jedesmal im Kreis abgesprungen - was die Schiedsrichter zu recht gepfiffen hätten. Das könne man aber im Training abstellen. Beide Außenpositionen seinen nicht die Höhepunkte des Abends gewesen.
Für die Flames spielten
Laura Glaser (1.-53.) und Weena Ghosh (53.-60.) und im Tor
Stefanie Egger 4, Mara Friton, Michele Hörr (n.e.), Sandra Kleinjung, Antje Lauenroth 2, Melani Marcantonio 1, Isabell Nagel 9/3, Edina Rott 7/1, Olga Savanyu 1, Conny Schmid 3, Claudia Schückler 3, Petra Streb 1.
Für die TusSies spielten
Anika Kuhlmann und Andrea May im Tor
Patricia Stefani 4, Iris Cartarius 6, Wendy Smits 7/4, Femke Verboven, Milena Rösler 3, Tina Gruß 4, Annika Schmid 1, Ivana Vujica, Anna-Lena Artschwager, Rachel Finkler, Ivana Vujica, Carolin Lingner.
Strafwürfe
Flames: 5/4 (Lattentreffer durch Rott)
TuS: 5/4 (Smits scheitert an Glaser, trifft im Nachwurf)
Zeitstrafen
Flames: Lauenroth, Streb, Schückler je 1x 2 min
TuS: Vujica, Smits, Cartarius je 1x 2 min; Schmid 2x 2 min
Schiedsrichter
Thomas Kern und Thorsten Kuschel (Bellheim/ Hagenbach).
Spielfilm
1:0 (1.), 2:2 (5.), 5:3 (9.) 6:4 (11.), 6:6 (13.), 8:8 (17.), 10:10 (23.), 12:10 (28.) 12:12 (29.) 13:12 (30.) (Halbzeitstand)
13:13 (31.), 16:13 (34.) 17:15 (39.), 20:15 (40.), 22:17 (45.), 24:17 (47.), 24:19 (49.), 28:19 (54.), 29:21 (56.), 29:25 (60.), 31:25 (Endstand)
Zuschauer
ca. 500