Starke 2. Hälfte zum deutlichen 34:25 Sieg gegen HC Sachsen

Perfektes Debüt von Antje Lauenroth

Olga SvanyuEinen ungefährdeten deutlichen 34:25 (15:11) Sieg gab es im ersten Heimspiel der Saison für die Flames.

Wenn denn eine Anfangsnervosität vorhanden war, nach spätestens nach 4 Minuten war sie bei der HSG zu ende. Aus einem 2:2 machten die Flames mit attraktivem Tempohandball einen 6:2 Vorsprung. Antje Lauenroth, die 17-jährige Ex-Magdeburgerin, erwischte in ihrem Punktspieldebüt vor eigenem Publikum in der Weststadthalle einen Traumstart: 3 Tore in den ersten 7 Minuten der Spielzeit. Doch es sollten nicht ihre letzten Tore in dieser Partie bleiben. Die HSG gab in der ersten Spielhälfte die Führung nicht mehr aus den Händen, auch wenn die Gäste aus dem Sachsenland durch Jeanette Adam in der 24. Spielminute mit ihrem Anschlusstreffer zum 11:10, nochmals bedrohlich nahe kamen. Eine der Ursachen: eine Vielzahl von technischen Fehlern auf Seiten der HSG und eine überragende Egle Kalinauskaite auf den Seiten der Gäste. Doch das Spiel kippte nicht. Auch nicht, als sich Eva Giron-Timmler wenige Minuten vor dem Seitenwechsel an der Außenlinie verletzte. Für sie kam der 19-jährige Neuzugang Weena Ghosh, von der HSG Bad Wildungen, ins Tor. Per 7 m, nach Ablauf der regulären Spielzeit, erzielte Edina Rott den 15:11 Pausenstand. An der Strafwurflinie blieb sie in diesem Spiel fehlerfrei.

 

Deutlich konzentrierter ging die HSG in den zweiten Spielabschnitt, während die Gäste zunehmend mit sich selbst haderten. Tor um Tor wuchs der Vorsprung der Bergsträßerinnen. Der Strafwurf von Edina Rott in der 41. Spielminute zum 23:14 war schon so gut wie eine Vorentscheidung. Großen Anteil an dem Erfolg hatte in dieser Phase Torhüterin Weena Ghosh, die vor allem bei Würfen von den Außenpositionen kaum zu überwinden war.

Trainerin Ildiko Barna konnte so munter den ganzen zu Verfügung stehende Kader durchwechseln und zum Einsatz bringen. Fünf Minuten vor dem Abpiff kamm denn auch die 16-jährige Michele Hörr zu ihrem ersten Einsatz vor heimischem Publikum. Den Schlusspunkt unter die Partie setzte Egle Kalinauskaite für die Gäste: per Siebenmeter - ebenfalls nach Ablauf der regulären Spielzeit. Bei diesem 7m kam auch die nächste 16-jährige Spielerin der Flames zum Einsatz: Laura Glaser.

 

Trainer Jörg Adam war von der Leistung seiner Mannschaft überhaupt nicht angetan, die vor allem im zweiten Spielabschnitt auch zu sehr mit sich, als mit der gastgebenden Mannschaft beschäftigt zu sein schien.

 

Fleissig mit der Kamera am Filmen war Klaus Feldmann. Vor langen Zeiten Trainer der Bundesligamannschaft der TSV Auerbach und jetzt in Diensten der TSG Ober-Eschbach. Nicht zufällig, denn die HSG muss am kommenden Samstag die Reise in den Taunus zu den stark einzuschätzenden Ober-Eschbacherinnen antreten.

 

Pressekonferenz

Jörg Adam

"Glückwunsch an Bensheim. Die Mannschaft hat zurecht gewonnen und war die bessere Mannschaft über fast die gesamte Spielzeit." Enttäuscht war er von der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft, die nicht den von den Schiedsrichtern eingeräumten Freiraum bzgl. Härte ausgenutzt hat. Zu oft habe seine Mannschaft "Auf gut deutsch 'auf dem Arsch gesessen' und sich beschwert, anstatt aufzustehen und weiterzukämpfen". Die Kampfmoral muss noch verbessert werden. Er bedankte sich für die freundliche und positive Aufnahme in Bensheim.

 

Ildiko Barna

"Ohne Edina Rott ist der Alterdurchschnitt der Mannschaft 22 Jahre. Es ist eine junge und unerfahrene Mannschaft." "Wir haben viele viele Fehler gemacht, aber bitte geben sie uns noch Zeit damit sich diese Mannschaft finden kann und reifer wird.". Mit ihrer Leistung in der 1. Halbzeit hob sie Antje Lauenroth besonders hervorgehoben. Auch Weena Ghosh habe nach ihrer Verletzung der Mannschaft zeigen können, dass sie eine gute Torhüterin ist.

Sie ist bemüht alle Spielerinnen auch einzusetzen, aber wenn es eng wird, müssten die Erfahreneren eingesetzt werden.

 

Für die Flames spielten

Eva Giron-Timmler (1.-29., 47.-60.) , Weena Ghosh (29.-47.) und Laura Glaser (60.) im Tor

Stefanie Egger 2, Mara Friton 4, Antje Lauenroth 6, Melani Marcantonio 1, Isabell Nagel 8, Edina Rott 9/5, Olga Savanyu 2, Conny Schmid, Claudia Schückler 1, Petra Streb 1.

 

Für den HC Sachsen spielten

Eva Gödan und Karolina Rebosz im Tor

Eva Kankova 2, Sylwia Pociecha 1, Maria Scholz 1, Jeannette Adam 5, Egle Kalinauskaite 7/1, Lucie Barakova, Katarzyna Jez 3, Anja Köhler 4/2, Catrin Grützmann 2.

 

Strafwürfe

Flames: 5/5

HCS: 4/3 (1x verworfen Scholz)

 

Zeitstrafen

Flames: Friton, Egger, Nagel je 1x 2 min

TuS: Barakova, Jez je 1x 2 min

 

Schiedsrichter

Fabian Baumgart (Neuried) und Sascha Wild (Offenburg)

 

Spielfilm

1:0 (2.), 2:2 (5.), 6:2 (7.), 8:3 (10.), 9:6 (14.), 10:8 (16.), 11:10 (24.), 15:11 (30.) (Halbzeit)

17:12 (33.), 19:13 (36.) 23:14 (31.), 26:17 (44.), 28:20 (48.), 30:22 (53.), 34:25 (Endstand)

 

Zuschauer

450

 

Details zum Spielverlauf im SIS-Spielbericht