Schwache Leistung bei der 25:31-Niederlage beim TV Mainzlar / Barbara Heise springt für verletzte Laura Glaser ein
(nach einem Bericht im Bergsträßer Anzeiger)
Das hatten sich die „Flames“ wahrlich anders vorgestellt. Mit einem Sieg gestern Abend im Nachholspiel beim hessischen Konkurrenten TV Mainzlar wollten sich die Zweitliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach wieder an die Tabellenspitze spielen, doch letztlich stand eine ernüchternde 25:31 (13:15)-Niederlage für den Tabellendritten zu Buche. Zu schwach waren einfach die Leistungen sowohl in der Abwehr als auch im Angriff, um bei den abstiegsgefährdeten Oberhessinnen bestehen zu können.
Ein Comeback in den HSG-Reihen feierte dabei Barbara Heise, geb. Mildenberger,. Sie kam in den letzten ehn Minuten zwischen den Pfosten zum Einsatz und parierte auch gleich einen Siebenmeter - doch da war der Rückstand für Bensheim/Auerbach mit 22:27 schon zu hoch, um noch einmal ein Signal für eine Aufholjagd setzen zu können. Die Torwarttrainerin rückte deshalb in den Kader der Bergsträßerinnen, weil nach Eva Giron-Timmler nun mit Laura Glaser eine weitere Torsteherin längerfristig ausfällt. Während Giron-Timmler nach ihrem Kreuzbandriss auf ein Comeback im Monat Mai hinarbeitet, muss Glaser mit einem doppelten Fingerbruch, den sie sich im Topspiel am vergangenen Samstag gegen Sulzbach (27:27) zuzog, wahrscheinlich sechs Wochen pausieren. Die bisherige Glaser-Stellvertreterin Weena Gosh war als neue Nummer Eins um ihre gestrige Aufgabe nicht zu beneiden, denn von ihren Vorderleuten, die eine miserable Abwehrarbeit ablieferten, wurde sie ganz schön in Stich gelassen. Gosh selbst konnte ihre pomadig wirkenden Mitspielerinnen aber auch nicht wachrütteln, indem sie vielleicht einmal ein paar hundertprozentige TVM-Chancen mit Glanztaten zunichte gemacht hätte. Die Ziele Tabellenführung und die eigentlich unverhoffte Play-off-Teilnahme vor Augen setzte zumindest gestern keine Kräfte bei den „Flames“ frei, sondern sie wirkten eher belastend. So kam durch viele technische Fehler der Angriff nie ins Rollen – da blieben nicht nur Isabell Nagel und Melani Marcantonio weit unter ihren Möglichkeiten. Und Olga Savanyu konnte sich auch nicht richtig über ihre vier Tore an ihrem 24. Geburtstag freuen. Zudem gesellte sich Pech (sechs Holztreffer) und Unvermögen (drei Siebenmeter durch Nagel, Rott und Egger sowie viele freie Chancen durch Lauenroth vergeben) hinzu.
Für Mainzlar spielten
Nicole Dauth im Tor
Anna Lisowska 3/1 Andrijana Atanasoska 9, Dana Kläring, Daniela Wolff 7, Dominika Dolny 4, Nina Hess 6/3, Lena Klein, Zsofia Mozsi, Sophia Bepler, Svenja Jänicke 2, Anna-Lena Leib.
Für die Flames spielten
Weena Gosh (1. - 50.), Barbara Heise (51. - 60.)
Stefanie Egger 2, Nagel 4/2, Conny Schmid, Antje Lauenroth 2, Michele Hörr,
Olga Savanyu 4, Petra Streb 1, Melani Marcantonio 1, Edina Rott 6/1, Sandra
Kleinjung 3.
Siebenmeter
TVM: 5/4 (Hess scheitert an Heise)
HSG: 6/3 (Egger, Nagel und Rott scheitern)
Schiedsrichter
Gante/Steinebach (Attendorn/Siegen)
Disqualifikation:
Dolny (TV/41., 3 x 2 Min.).
Spielfilm
5:5 (11.), 8:6 (15.), 8:8 (16.), 11:8 (19.), 14:11 (27.), 15:13 (Pause).
17:13 (34.), 19:15 (39.), 21:17 (43.), 24:18 (46.), 27:21 (51.), 28:23 (55.), 29:25 (58.), 31:25 (Endstand).