Eschbach-Pirates von Flames versenkt 22:42

Kantersieg im Hessenderby - höchster HSG Sieg aller Zeiten

Die HSG war sicherlich nicht mit der Favoritenrolle in die 9. Auflage des Hessenderbys gegen die TSG Ober-Eschbach gegangen. Am Ende gab es eine absolut überzeugende Vorstellung der Flames mit einem Kantersieg. 42 Tore geworfene Tore - das gab es noch in keinem Punktspiel der Flames. 20 Tore Differenz - das gab es auch noch nie.

 

Als Isabell Nagel nach 35 Sekunden den ersten Treffer der Begegnung erzielte, hätte keiner der Zuschauer in der Ober-Eschbacher Albin-Göhring-Halle gedacht, dass dies der Auftakt zu einem bisher noch nie dagewesenen Torreigen für die HSG werden sollte. Zwar erzielte Victoria Grebe im Gegenzug den Ausgleich zum 1:1, doch dann war das Tor der Flames für 9 Minuten wie zugenagelt. Die Gastgeber fanden kein Mittel gegen die ausgezeichnet stehende Deckung der Flames und wenn sich dann doch mal ein Ball in Richtung HSG-Tor bewegte, dann war er eine sichere Beute von Eva Giron-Timmler. Nach dem 1:7 durch Mara Friton per Tempogegenstoß konnte die HSG den Vorsprung nicht nur halten, sondern weiter ausbauen. Nur eine kleine Schwächephase leistete sich die Mannschaft von Trainerin Ildiko Barna, als ihr Kollege Klaus Feldmann seine Deckung von 5:1 auf 4:2 umstellte. Die Taunusstädter kamen wieder auf 5 Tore (28.) heran. Doch in einer von Barna genommenen Auszeit konnte sie die Mannschaft auf diese Deckungsvariante neu einstellen. Erfolgreich, denn schon 2 Minuten später, zum Halbzeitpfiff, lag die HSG bei 11:18 wieder deutlicher vorne.

 

In der zweiten Spielhälfte rollte der Flames-Express weiter durch die Albin-Göhring-Halle. Die Mannschaft zeigte erstmals so etwas wie einen "Killerinstinkt" und gab weiter Vollgas. Die Gastgeber fanden in der Deckung keine Mittel gegen die nahezu perfekt durchgezogenen Spielzüge der HSG und im Angriff verzeifelten sie weiter an der Deckung der Bergsträßerinnen. Bereits nach 5 Minuten war zum ersten mal ein 10 Torevorsprung für die HSG erreicht und nötigte so Trainer Feldmann bereits das Team-Timeout ab. Doch auch diese Unterbrechung brachte für die Gastgeber nicht den gewünschten Erfolg. Endgültig gebrochen war dann jeder Widerstand bei den Pirates in den letzten 11 Spielminuten. Ober-Eschbach ließ beim Stande von 18:30 nun die Köpfe völlig hängen und konnte einem in dieser Phase schon richtig Leid tun. Es wurden fast nur noch Tempogegenstöße gelaufen. In der 55. Spielminute erzielte Stefanie Egger, eben mit solch einem Tempogegenstoß das 18:38 - erstmals 20 Tore Vorsprung. Während Olga Savanyu 2 Minuten später mit dem 19:40 eine historische Marke für die HSG setzte: zum ersten mal 40 Tore in einem Punktspiel. Den Schlusstreffer erzielte Jonna Jensen, für eine TSG Ober-Eschbach, die völlig von der Rolle war.

Nach dem Abpfiff, durch die überzeugenden und souverän auftretenden Unparteiischen Matthias Knapp und Martin Puchinger, kannte der Jubel der Flames und der mitgereisten Fans keine Grenzen.

 

Ildiko Barna war von der engagierten Leistung ihrer Mannschaft sehr angetan. Die sehr aktive und agressive Abwehr habe den Gastgebern "gleich gezeigt, wer der Herr im Haus ist" und für klare Verhältnisse gesorgt. Aus der Mannschaft wollte sie keine Spielerin besonders herausheben. Es sei eine geschlossene Mannschaftsleistung gewesen, was man auch an der Verteilung der Tore sehen könne. Beiden eingesetzten Torhüterinnen bescheinigte sie eine ausgezeichnete Leistung.

 

 

Für die Eschbach-Pirates spielten

Eva-Maria Klaßen und Christine Grebe im Tor

Carolin Kordt, Victoria Wriedt, Mariann Nagy 5/2, Katja Wittmann, Gina Duketis 4, Jonna Jensen 1, Jutta Neuheiser 3, Viktoria Grebe 7/3, Bianca Volk 1, Johanna Holstein, Lina Aramauskaite 1.

 

Für die Flames spielten

Eva Giron-Timmler (1.-45.) , Weena Ghosh (n.e.) und Laura Glaser (46.-60.) im Tor

Stefanie Egger 4, Mara Friton 6, Antje Lauenroth 2, Melani Marcantonio 4, Isabell Nagel 2, Edina Rott 13/6, Olga Savanyu 5, Conny Schmid, Claudia Schückler 3, Petra Streb 3.

 

Strafwürfe

Pirates: 6/5 (1x verworfen Wriedt)

Flames: 7/6 (1x Latte Rott)

 

Zeitstrafen

Pirates: Grebe 2x 2 min

Flames: Schmid, Lauenroth, Streb je 1x 2 min

 

Schiedsrichter

Matthias Knapp/Martin Puchinger (Birkenau / Fürth im Odenwald)

 

Spielfilm

0:1 (1.), 1:1 (2.), 1:7 (10.), 2:9 (12.), 5:11 (19.), 5:13 (21.), 7:15 (24.), 10:15 (28.) 11:18 (Halbzeit)

12:20 (33.), 13:23 (35.) 14:26 (39.), 18:30 (49.), 18:39 (56.), 20:40 (58.), 22:42 (Endstand)