Krimi in der Eifel 27:27 beim Vorjahresmeister

Serie hat gehalten - 8 Spiele ohne Niederlage

 

Beim Vorjahresmeister zu gewinnen ist nicht nur in dieser Saison eine schwere Aufgabe. Bisher waren alle Fahrten der HSG in die Eifel erfolglos. Und nun fuhr die HSG zwar als Tabellenführer nach Weibern, aber mit einer recht dünnen Personaldecke, denn neben den Langzeitverletzten Eva Giron-Timmler und Mara Friton fiel dieses mal auch noch Melani Marcantonio mit einer fiebrigen Erkältung aus.

 

Doch die Flames erwischten in der Robert-Wolff-Halle einen ausgezeichneten Start, mit einer im ersten Spielabschnitt überragenden Sandra Kleinjung. 6 Tore erzielte sie für die Flames und trug so wesentlich mit dazu bei, dass Weibern auf Distanz gehalten wurde und in diesem Spiel nie in Führung ging. In der zweiten Halbzeit ging ihr etwas die Puste aus, aber in der Deckung leistete sie nach wie vor großartige Arbeit. Aus einer gut stehenden Deckung mit einer sehr gut aufgelegten Laura Glaser im Tor, konnte die HSG sich einen 11:15 Vorsprung erkämpfen, mit dem es auch in die Pause ging.

 

Zeitstrafen brachten den Gastgeber im zweiten Spielabschnitt wieder näher an die Flames heran. So beim Stand von 15:18, als nacheinander Antje Lauenroth und Conny Schmid für 2 Minuten auf der Bank Platz nehmen mussten. Konsequent nutzten die Gastgeber die doppelte Überzahl und kamen wieder bis auf einen Treffer heran. Nach einem Foul erhielt Claudia Schückler eine Zeitstrafe und Weibern einen Siebenmeter. Auch hier wurde aus einem 19:22, durch den verwandelten Siebenmeter von Pasaskevi Kasaki und ein Doppelschlag von Sanja Heldrih, gar der 22:22 Ausgleich erzielt. Steffi Egger kam jedoch immer besser ins Spiel und brachte die HSG wieder mit 2 Tore in Front. Doch Weibern kämpfte sich wieder heran. Kreisspielerin Inga Etheber erzielte mit ihrem 25:25 den erneuten Ausgleich und Ildiko Barna nahm die Auszeit. Doch die HSG konnte sich nicht mehr entscheidend absetzen. In der hektischen Schlussphase erzielte Edina Rott mit ihrem 6. Treffer die 26:27 Führung (58.) für die HSG. Doch letztlich fehlte es der jungen Mannschaft wieder etwas an der Abgeklärtheit, die in einer solchen Phase ein Spiel entscheiden kann und 19 Sekunden vor dem Abpfiff erzielt Pasaskevi Kasaki den Ausgleichstreffer zum 27:27.

 

Noch nie war die HSG an einem Sieg in Weibern näher dran gewesen als in diesem Spiel. Ein kleiner Trost: Es ist der erste Punkt, den die HSG überhaupt aus der Eifel mitnehmen konnte. Die Statistik - bis zur Saison 1997/1998 vorhanden - verzeichnete bisher nur Niederlagen. Durch den Punktverlust ist die HSG in der Tabelle jetzt auf dem 2. Platz, nach Minuspunkten punktgleich mit Metzingen.

 

Für Weibern spielten

Alexandra Fink und Heike Stanowski im Tor

Inga Etheber 2, Andrea Pop 6, Jennifer Schmitt, Simone Salz 4, Jessica Oster, Sylivia Strass 1, Sanja Heldrih 5, Melanie Mannebach 4, Viktoria Jux, Kasaki Pasaskevi 4/2, Marina Kils, Birgit Engl 1.

 

Für die Flames spielten

Laura Glaser und Weena Ghosh (n.e.) im Tor

Stefanie Egger 4, Antje Lauenroth, Isabell Nagel 6/2, Edina Rott 6, Olga Savanyu 1, Conny Schmid, Claudia Schückler 3, Petra Streb 1, Sandra Kleinjung 6.

 

Strafwürfe

TuS: 4/2 (Salz und Pop scheitern an Glaser)

Flames: 2/2

 

Zeitstrafen

TuS: je 1x2min Pop und Mannebach,

Flames: je 1x2min Schmid und Schückler, 2x2min Lauenroth

 

Schiedsrichter

Dirk Eggert und Nils Szuka aus Dormagen

 

Spielfilm

0:1 (1.), 2:4 (5.), 4:4 (9.), 6:6 (12.), 6:8 (15.), 7:10 (16.), 8:12 (21.), 10:13 (24.), 11:15 (29., Halbzeitstand)

13:16 (33.), 15:18 (35.), 17:18 (38.), 17:20 (41.), 19:22 (45.), 22:22 (47.), 22:24 (48.), 25:25 (54.), 26:26 (56.), 26:27 (58.), 27:27 (60.) (Endstand)