Hornissen stechen Flames knapp aus - 34:35 (19:18) Niederlage für die HSG
Es deutete sich schon vor dem Spiel an, dass es eine spannende Begegnung zwischen der HSG Bensheim/Auerbach und den Nellinger Hornets werden würden. Gehören doch beide Teams zu dem erweiterten Kreis der Anwärter auf einen Play-Off Platz. Das siegreiche Team - so viel stand vor dem Spiel schon fest - würde nach dem Spiel sogar auf einen der begegehrten Play-Off-Plätze in der Tabelle kommen.
Die ca. 800 Zuschauer in der Bensheimer Weststadthalle sahen eine ausgesprochen ausgeglichene erste Halbzeit, in der beide Mannschaften ein hohes Tempo gingen. Kein Team konnte sich absetzen. Die Flames konnten zwar ein paar mal mit 2 Toren in Führung gehen, doch die Gäste aus Ostfildern hatten immer wieder ein passende Antwort. Die gab vor allem Stefanie Urbisch. Die Rückraumspielerin der Schwaben sorgte für Unruhe vor dem Tor der HSG und deckte die beiden Torleute - Laura Glaser und Weena Ghosh - und die Abwehr mit reichlich Arbeit ein. Mit einem knappen 1 Torevorsprung gingen die Gastgeber in die Halbzeitpause (19:18).
Nahezu unverändert ging das Spiel nach der Pause weiter. In der 43. Spielminute konnten sich die Gastgeberinnen durch ein Tor von Stefanie Egger am Kreis erstmals mit 3 Toren absetzen. Doch dann kam die starke Konterphase der Gäste. Fehlwürfe von Seiten der Flames wurden von den Hornets sofort in Tempogegenstöße umgesetzt, bei denen die langen und platzierten Pässe von Kitti Matyas auf Karen Rücker - die dann gnadenlos Abschloss - eine Augenweide waren. Keine 4 Minuten später (47.) war der Vorsprung der Flames in einen 27:28 Rückstand umgewandelt. Die Partie war wieder völlig offen. In der 55. Spielminute erzielte wiederum Karen Rücker erstmals einen 3 Torevorsprung für die Gäste (29:32). Edina Rott konnte im Gegenzug zwar wieder auf 30:32 verkürzen, wurde aber, wiederum im Gegenzug nach einem Foul mit einer Zeitstrafe versehen. Dazu gab es für das Foulspiel noch einen Siebenmeter für die Nellinger. Die 3 vorhergehenden Siebenmeter konnte Weena Ghosh parieren. Einen davon auch von Silvia Solic, die nun wieder an der Siebenmeterline stand. Doch diesesmal machte sie es besser - 30:33 für die Gäste. Doch trotz der Unterzahl, die Flames kamen durch Melani Marcantonio und Stefanie Egger (Siebenmeter im Nachwurf), noch mal auf 32:33 heran. Genau 41 Sekunden vor dem Schlusspfiff erzielte Julia Bühner das entscheidende 33:35 für die Hornets. Isabell Nagel setzte zwar 13 Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene noch den Anschlusstreffer zum 34:35, doch der Sieg war den Gästen nicht mehr zu nehmen.
Das Spiel hatte eigentlich keinen Verlierer verdient. Die Gäste feierten ausgelassen den Sieg. Die Flames boten ihren Fans eine starke Leistung, die auch entsprechend gewürdigt wurde. Am Ende fehlte ein kleines bisschen das Glück.

Aus der Pressekonferenz
Heiko Fleisch (Hornets)
Der Trainer der Hornets sprach von 2 gleichwertigen Mannschaften. Den Gastgebern bescheinigte er eine spielstarke Mannschaft zu sein, die einen gepflegten Handball spielt und bei der es Spaß mache zuzuschauen. "Hut ab vor den beiden jungen Torhütern der HSG", so Fleisch weiter. Seine Mannschaft hatte mit dem Spielausgang mehr Glück.
Ildiko Barna (Flames)
Eine Niederlage mit einem Tor sei immer eine ärgerliche Sache, so die Gästetrainerin. Sie bescheinigte ihrer Mannschaft gut mitgehalten zu haben. Die einfachen Gegentore hätten jedoch nicht sein dürfen. Bei ihren jungen Torleuten habe man gemerkt, dass die Erfahrung gefehlt hat. Ihre Rückraumspielerinnen seinen zu oft über die Mitte gegangen. Über Außen wären die Chancen teilweise besser gewesen. Den Gästen habe man die Routine und teilweise auch Erstligaerfahrung einiger Spielerinnen gemerkt.
Die Niederlage gegen Nellingen habe, so Barna zum Abschluss, habe keine negativen Auswirkungen für die nächsten Spiel. Die Basis der Mannschaft sei stabil.
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Für die Flames spielten
Laura Glaser und Weena Ghosh im Tor
Stefanie Egger 4/1, Mara Friton (n.e.), Sandra Kleinjung 1, Antje Lauenroth 6, Melani Marcantonio 5, Isabell Nagel 5/1, Edina Rott 7, Olga Savanyu 2, Conny Schmid, Claudia Schückler 4, Petra Streb (n.e.).
Für die Hornets (TV Nellingen) spielten
Kitti Matyas und Bärbel Lang im Tor
Elisabeth Kipp 1, Karen Rückler 7, Susanne Kirschbaum, Martina Heimgärtner, Daniela Startmann 8/4, Nele Sigel, Stefanie Urbisch 9, Silvia Solic 6/2, Julia Bühner 2, Sandra Faustka 2, Marina Massong.
Strafwürfe
Flames: 5/2 (Rott scheitert an Matyas, Nagel trifft den Pfosten, Egger scheitert an Matyas und trifft im Nachwurf)
Hornets: 9/6 (Stratmann scheiter 2x an Ghosh, Solic scheitert an Ghosh)
Zeitstrafen
Flames: Lauenroth und Rott je 1x 2 min
Hornets: Stratmann, Bühner und Faustka je 1x 2min
Schiedsrichter
Frank Keth und Andreas Mansky (Ludwigshafen)
Spielfilm
1:0 (2.), 2:3 (5.), 5:4 (10.), 8:6 (13.), 8:9 (16.), 10:10 (18.), 13:11 (22.), 13:14 (25.), 14:16 (27.), 17:16 (29.), 19:18 (30.) (Halbzeit)
21:19 (32.), 23:21 (36.), 26:23 (43.), 26:26 (45.), 27:28 (47.), 29:28 (51.), 29:32 (55.), 30:33 (56.), 33:34 (59.) 34:35 (Endstand)
Zuschauer
ca. 800