Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals

30:33 (14:17) Erfolg der Flames - noch viel Sand im Getriebe

Vor 5 Wochen gab es m 3. Spieltag einen sensationell hohen 22:42 für die Flames. Alle Beteiligten auf Seiten der HSG waren sich sicher: diesesmal wird es deutlich enger werden. Sie sollten rechtbehalten. Nach dem 29:19 Debakel am Bodensee war die Mannschaft von Ildiko Barna in diesem Spiel von ihren Möglichkeiten noch ein gutes Stück entfernt.

Die Partie begann recht ausgeglichen. Mit einem sehr hohen - allerdings auch recht fehlerträchtigen - Tempo startete die HSG in das Spiel. Jutta Neuheiser erzielte gerade den Gegentreffer zum 3:3 (6.), als Eva Giron-Timmler schmerzverzerrt, sich das Knie haltend am Boden liegen blieb. Nach mehreren Minuten wurde sie von Ildiko Barna und Markus Kurschatke vom Platz getragen.Die verletzte Eva Giron-Timmler Die erste Diagnose: Verdacht auf Bänderriss. Da Laura Glaser mit der DHB Auswahl in Frankreich weilt, hatte die HSG auf der Bank nur Weena Ghosh als Ersatz für Giron-Timmler. Doch die 19 jährige Torfrau übernahm den verantwortungsvollen Job, ohne dass man ihr eine Nervosität anmerken konnte. Die HSG konnte sich in den nächsten Minuten auf 4 Tore absetzen. Dabei waren es vor allem die auf der linken Seite von Mara Friton gelaufenen Tempogegenstöße, die in dieser Phase zum Erfolg führten. Die Flames konnten die "Echbach-Pirates" bis zur Halbzeit auf einer sicheren 2-3 Tore Distanz halten. Petra Streb setzte mit ihrem Treffer zum 13:17 den Schlusspunkt unter den ersten Spielabschnitt.

Doch nach dem Wiederanpfiff war der Vorsprung schnell aufgezehrt. Schon nach 70 Sekunden erzielten die Gastgeber durch Jutta Neuheiser den Anschlusstreffer zum 16:17. In der Folgezeit entwickelte sich eine offene Partie, mit zwei gleichwertigen Mannschaften. Es wurde auf beiden Seiten mit einem sehr hohen Tempo gespielt und der Eschbacher Hallensprecher hatte oft noch nicht den Namen einer Torschützin ausgesprochen, schon fiel das nächste Tor. Torabstände unter 10 Sekunden waren an diesem Nachmittag keine Seltenheit. So dauerte es nur 6 Sekunden, bis nach Melani Marcantonios 19:20 Treffer Viktoria Grebe wieder den Ausgleich erzielte. In der 40. Spielminute ging Ober-Eschbach durch Jonna Jensen mit 24:23 erstmals und überraschenderweise auch zum letztenmal, in Führung. Die Flames übernahmen wieder eine leichte Führung, die sie in den letzten 10 Minuten weiter ausbauen konnten. Jetzt kam die große Zeit von Edina Rott. Edina RottOber-Eschbach verlor zwar durch ein Foul an Mara Friton Nataliya Shcherbakova durch eine Rote Karte (55.), doch nur 40 Sekunden später war wieder Gleichstand auf der Spielfläche: Stefanie Egger erhielt eine Zeitstrafe. Als dann 25 Sekunden später ereilte Isabell Nagel Isabell Nagel bekommt die Rote Karte das gleich Schicksal wie Shcherbakova ereilte - ebenfalls wegen eines Fouls bei einem Tempogegenstoß - war die HSG sogar in Unterzahl. Und eben in dieser Unterzahl zeigte Edina Rott, dass sie Verantwortng übernehmen kann. Holdovanska verwandelte zwar den von Nagel verursachten Siebenmeter, aber schon im Gegenzug traf die Topshooterin der HSG. Als sie dann in doppelter Unterzahl gar das 28:33 (57.) markierte, war die Partie zu Gunsten der Gäste von der Bergstraße entschieden.

 

Vom spielerischen Niveau ihrer Mannschaft war Ildiko Barna nicht sonderlich angetan. Dafür gab es zu viele technische Fehler und "weggeworfene Bälle". Dagegen hob sie die kämpferische Einstellung, die letztlich der Weg zum Sieg war, ausdrücklich hervor.

 

62 Bilder vom Spiel gibt es in der Galerie.

 

Für die Eschbach-Pirates spielten

Eva-Maria Klaßen und Sabine Otto im Tor

Carolin Kordt 1, Mariann Nagy, Katja Wittmann, Gina Duketis 8, Natalia Holdovanska 2/1, Jonna Jensen 3, Jutta Neuheiser 5, Viktoria Grebe 7, Bianca Volk, Johanna Holstein, Lina Aramauskaite 4, Nataliya Shcherbakova.

 

Für die Flames spielten

Eva Giron-Timmler (1.-6.) , Weena Ghosh (6.-60.) im Tor

Stefanie Egger 2, Mara Friton 3, Michele Hörr (n.e.), Sandra Kleinjung, Antje Lauenroth 2, Melani Marcantonio 2, Isabell Nagel 4, Edina Rott 13/5, Olga Savanyu 2, Conny Schmid, Claudia Schückler 4, Petra Streb 1.

 

(Die o.a. Torschützen nach offiziellem Spielbericht. In der "HSG-Buchführung" hat Claudia Schückler 5 und Melani Marcantonio 1 Treffer)

 

Strafwürfe

Pirates: 2/1 (1x Grebe scheitert an Ghosh)

Flames: 5/5

 

Zeitstrafen

Pirates: Grebe, Volk und Jensen je 1x 2 min; Rote Karte für Shcherbakova (Foul bei Tempogegenstoß)

Flames: Lauenroth 1x 2 min; Egger 2x 2 min; Rote Karte für Nagel (Foul bei Tempogegenstoß)

 

Schiedsrichter

Dirk Eggert / Nils Szuka (beide aus Dormagen)

 

Spielfilm

0:1 (2.), 4:4 (8.), 4:8 (13.), 10:14 (22.), 13:15 (27.), 14:17 (29.) (Halbzeit)

16:17 (32.), 18:18 (33.) 20:20 (36.), 22:22 (39.), 24:23 (40.), 24:26 (49.), 26:27 (52.), 26:31 (55.), 28:33 (57.), 30:33 (60.) (Endstand)

 

Der Spielverlauf im Detail bei SIS-Handball

 

Wie geht es im Pokal weiter?

Die Auslosung für die 4. Pokalrunde (Achtelfinale) findet am Montag, den 30.10.2006 um 14:30 Uhr in Dortmund statt.
Folgende 16 Mannschaften haben sich dafür qualifiziert:

Die Achtelfinalspiele finden am Wochenende des 6. und 7. Januar statt. Bei der Auslosung wird es dieses mal keine Voreinteilung nach regionalen
Gesichtspunkten geben. Vor einer Fahrt nach Frankfurt an der Oder wird die HSG aber (vorerst?) verschont bleiben: Im Achtelfinale haben die
klassentieferen Mannschaften gegenüber den klassenhöheren Teams wieder Heimspielrecht.


Nach 3 Auswärtsspielen stehen die Chancen für ein Heimpspiel durch die große Anzahl an Erstligamannschaften deutlich besser. Einen Wunschgegner
gibt es auch schon: Die "Bären" der TSG Ketsch. Dann wäre mal wieder richtige Derby-Stimmung in der Weststadthalle. Und sollte es doch ein Auswärtsspiel geben, gilt der Wunsch: möglichst kurze Anreise und leichter Gegner.